EU-Plan: Eingefrorene Russland-Gelder sollen Ukraine helfen
12.12.2023 - 17:05:37Die EU-Kommission legte dafĂŒr am Dienstag VorschlĂ€ge fĂŒr Rechtstexte vor. Sie sollen im ersten Schritt dafĂŒr sorgen, dass die ErtrĂ€ge gesondert aufbewahrt werden. In einem zweiten Schritt ist dann geplant, einen Teil der Gelder an die Ukraine weiterzuleiten.
Vermutlich wĂŒrde jĂ€hrlich eine Milliardensumme anfallen, da in der EU nach Kommissionsangaben mehr als 200 Milliarden der russischen Zentralbank eingefroren wurden und die ErtrĂ€ge aus der Verwahrung des Kapitals laufend steigen.
Detaillierte SchĂ€tzungen wollte die EU-Kommission am Dienstag zunĂ€chst nicht nennen. Das in BrĂŒssel ansĂ€ssige Finanzinstitut Euroclear hatte zuletzt allerdings mitgeteilt, allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres drei Milliarden Euro an Zinseinnahmen gemacht zu haben, die in Verbindung zu Russlandsanktionen stehen. Euroclear ist in der EU das mit Abstand wichtigste Institut, das Vermögenswerte der russischen Zentralbank verwahrt.
Der Vorschlag fĂŒr die Rechtstexte muss nun von den 27 EU-Staaten einstimmig angenommen werden. Danach will die EU-Kommission einen konkreten Vorschlag fĂŒr die Verwendung der Gelder vorlegen. Der Finanzbedarf der Ukraine ist enorm. Die bisherigen KriegsschĂ€den werden auf einen hohen dreistelligen Milliardenbetrag geschĂ€tzt. Allein fĂŒr den Zeitraum von 2024 bis Ende 2027 plant die EU-Kommission derzeit UnterstĂŒtzungsmaĂnahmen in Höhe von 50 Milliarden Euro.

