EU-Kommission verpflichtet Pharmakonzern zu Gegendarstellung
22.07.2024 - 12:54:09Das weltweit tĂ€tige Pharma-Unternehmen Vifor muss möglicherweise irrefĂŒhrende Aussagen ĂŒber die Sicherheit eines Konkurrenzprodukts korrigieren und zurĂŒcknehmen. Die EU-Kommission verpflichtete Vifor konkret, «per E-Mail, auf dem Postweg und in PrĂ€senzsitzungen eine kurze Mitteilung zur KlĂ€rung des Sachverhalts an zahlreiche Angehörige von Gesundheitsberufen zu richten», teilte die Behörde mit. Hintergrund ist, dass das Unternehmen möglicherweise irrefĂŒhrende Informationen ĂŒber die Sicherheit eines Arzneimittels des dĂ€nischen Konkurrenten Pharmacosmos verbreitete.Â
Dadurch könnte Vifor seine dominante Stellung auch auf dem deutschen Markt missbraucht haben, teilte die Kommission mit. Die Behörde verpflichtete Vifor daher auch dazu, eine ErklĂ€rung auf seiner Website und in fĂŒhrenden medizinischen Fachzeitschriften zu veröffentlichen - zudem muss Pharmacosmos die Möglichkeit haben, diese Mitteilung etwa in GesprĂ€chen mit Ărzten verwenden zu dĂŒrfen.Â
Beide Firmen stellen PrÀparate her, mit denen Eisenmangel intravenös behandelt wird. Sowohl Ferinject (Vifor) und Monofer (Pharmacosmos) sind hochdosierte
EisenprÀparate und werden eingesetzt, etwa wenn andere Mittel, die beispielsweise geschluckt werden, nicht wirken oder angewendet werden können.


