EU-Kommission will Stahlindustrie durch höhere Zölle schĂŒtzen
07.10.2025 - 18:28:50Zudem sollen Zollumgehungen stĂ€rker verhindert werden. Der Vorschlag der EU-Kommission soll nun mit dem EU-Parlament und dem EuropĂ€ischen Rat abgestimmt werden. Die Kommission erklĂ€rte, man wolle mit gleichgesinnten Nicht-EU-LĂ€ndern zusammenarbeiten, um sich vor globalen ĂberkapazitĂ€ten zu schĂŒtzen und den gegenseitigen Marktzugang zu verbessern. "Die weltweiten ĂberkapazitĂ€ten schaden unserer Industrie", sagte die PrĂ€sidentin der EuropĂ€ischen Kommission, Ursula von der Leyen (CDU). Man mĂŒsse jetzt schnell handeln. "Die Kommission wird weiterhin mit der Industrie zusammenarbeiten, um gute ArbeitsplĂ€tze zu schĂŒtzen und zu schaffen, und mit den Mitgliedstaaten und globalen Partnern - auch auf WTO-Ebene -, um langfristige Lösungen fĂŒr gemeinsame Herausforderungen zu finden", sagte sie. "Ein starker, dekarbonisierter Stahlsektor ist fĂŒr die WettbewerbsfĂ€higkeit, die wirtschaftliche Sicherheit und die strategische Autonomie der EuropĂ€ischen Union unerlĂ€sslich." StĂ©phane SĂ©journĂ©, Exekutiv-VizeprĂ€sident der EU-Kommission fĂŒr die Industriestrategie, erklĂ€rte, man schĂŒtze den europĂ€ischen Stahlmarkt, halte dabei das Völkerrecht ein und bleibe im Dialog mit Partnern. "Denn von einem starken Europa zu sprechen, macht keinen Sinn, wenn wir nicht mehr in der Lage sind, die Karosserie eines Autos oder die Panzerung eines Panzers herzustellen", so SĂ©journĂ©. "Und jeder weiĂ, dass es leicht ist, eine industrielle Basis zu zerstören, aber so schwer, ein industrielles GefĂŒge wieder aufzubauen." Handelskommissar Maros Sefcovic verwies darauf, dass seit 2018 rund 30.000 Jobs in der europĂ€ischen Stahlproduktion verloren gegangen seien. Andere LĂ€nder hĂ€tten ihre ProduktionskapazitĂ€ten ausgeweitet und zugleich ihre MĂ€rkte abgeschottet. "Wir setzen uns weiterhin fĂŒr ein regelbasiertes Handelssystem und unser globales Netz von Freihandelsabkommen ein, auch mit wichtigen stahlproduzierenden LĂ€ndern", sagte er. "Aber wir mĂŒssen auch entschlossen handeln, um die Interessen Europas zu verteidigen."


