EU-Kommission prĂ€sentiert AufrĂŒstungsstrategie
19.03.2025 - 13:23:08"Die Geschichte wird uns UntĂ€tigkeit nicht verzeihen", warnt die Behörde unter der Leitung von Ursula von der Leyen in einem neuen Strategiepapier zur Zukunft der europĂ€ischen Verteidigung. Sollte Russland seine Ziele in der Ukraine erreichen, werde das Land seine territorialen Ambitionen darĂŒber hinaus ausdehnen. Als möglicher Zeitraum dafĂŒr wird das Jahr 2030 genannt.
Hintergrund der neuen Strategie sind insbesondere auch die AnkĂŒndigungen von US-PrĂ€sident Donald Trump, nach denen die atomare Supermacht USA kĂŒnftig nicht mehr bedingungslos als Garant fĂŒr Frieden in Europa zur VerfĂŒgung zur stehen wird. "Die Sicherheitsarchitektur, auf die wir uns verlassen haben, kann nicht lĂ€nger als selbstverstĂ€ndlich angesehen werden", erklĂ€rte von der Leyen zur Vorstellung des sogenannten WeiĂbuches. Man mĂŒsse jetzt die eigenen FĂ€higkeiten stĂ€rken und in Verteidigung investieren.
Investitionsbedarf in dreistelliger Milliardenhöhe
Um Russland und andere aggressive Akteure wirkungsvoll abzuschrecken, ist es auch Sicht der EU-Kommission nun notwendig, so schnell wie möglich bestehende militĂ€rische FĂ€higkeitslĂŒcken in sieben SchlĂŒsselbereichen zu schlieĂen. Zu diesen gehören nach dem neuen Strategiepapier die Luftverteidigung und Raketenabwehr, aber auch Artilleriesysteme, Drohnen und militĂ€rische TransportkapazitĂ€ten. Nach Vorstellung der Kommission sollten die EU-Staaten beim Kauf eng kooperieren und mindestens 40 Prozent der benötigten GĂŒter gemeinsam bestellen.
Um die AufrĂŒstung zu finanzieren, sind nach bereits vor zwei Wochen veröffentlichten VorschlĂ€gen der Kommission unter anderem EU-Kredite in Höhe von 150 Milliarden Euro sowie Ausnahmen von den strengen EU-Schuldenregeln vorgesehen. So sollen in den kommenden vier Jahren insgesamt 800 Milliarden Euro mobilisiert werden. Die EU-Kommission will zudem auch Auflagen und Vorschriften fĂŒr die RĂŒstungsindustrie lockern.

