EU kĂŒndigt nach russischer PrĂ€sidentenwahl Konsequenzen an
18.03.2024 - 15:23:54Zugleich kĂŒndigten sie wegen der Einbeziehung von besetzten ukrainischen Gebieten auch Konsequenzen an. Die sogenannten Wahlen auf der Krim sowie in Teilen der Gebiete Donezk, Luhansk, Saporischschja und Cherson stellten einen weiteren offensichtlichen VerstoĂ Russlands gegen das Völkerrecht sowie gegen die UnabhĂ€ngigkeit, SouverĂ€nitĂ€t und territoriale IntegritĂ€t der Ukraine dar, hieĂ es in dem am Montag vom EU-AuĂenbeauftragten Josep Borrell veröffentlichten Text. Ihre Ergebnisse wĂŒrden niemals anerkannt und seien null und nichtig.
FĂŒr die politische FĂŒhrung Russlands und diejenigen, die an der Organisation der Wahlen in den besetzten Gebieten beteiligt gewesen sind, wird es laut der ErklĂ€rung "Konsequenzen" geben. Angedacht sind nach Angaben von Diplomaten zusĂ€tzliche Sanktionen.
Zu den Wahlen in Russland hieĂ es in dem Text, diese hĂ€tten in einem immer kleiner gewordenen politischen Raum stattgefunden. Die russischen Behörden hĂ€tten die systematische UnterdrĂŒckung weiter verschĂ€rft, indem sie mit repressiven Gesetzen und politisch motivierten GefĂ€ngnisstrafen gegen Oppositionspolitiker, Organisationen der Zivilgesellschaft, unabhĂ€ngige Medien und andere kritische Stimmen vorgegangen seien. Der schockierende Tod des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny im Vorfeld der Wahlen sei zudem ein weiteres Zeichen fĂŒr die zunehmende und systematische UnterdrĂŒckung.
Zudem kritisierte die EU, viele Kandidaten seien bei der PrĂ€sidentenwahl von der Kandidatur ausgeschlossen worden - darunter alle, die gegen den illegalen Angriffskrieg Russlands gewesen seien. Die WĂ€hler hĂ€tten deswegen keine echte Wahl gehabt. Sie seien auch im Zugang zu Informationen eingeschrĂ€nkt gewesen. "Die EuropĂ€ische Union wird weiterhin die wichtige Arbeit russischer zivilgesellschaftlicher Organisationen, Menschenrechtsverteidiger und unabhĂ€ngiger Medien unterstĂŒtzen", hieĂ es in der ErklĂ€rung weiter.
Nach Angaben der zentralen Wahlkommission vom Montag kam Amtsinhaber Wladimir Putin bei der PrÀsidentenwahl in Russland auf ein Ergebnis von 87 Prozent. Die Wahlbeteiligung wurde offiziell mit 77 Prozent angegeben.

