Milliarden, AnnÀherung

Milliarden fĂŒr die AnnĂ€herung: EU lockt BalkanlĂ€nder mit Finanzhilfe

07.05.2024 - 18:24:39

Die EU stellt den WestbalkanlÀndern sechs Milliarden Euro an Finanzhilfen in Aussicht.

Das Geld soll Albanien, Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Serbien, Nordmazedonien und das Kosovo dazu animieren, umfassende Reformen fĂŒr eine weitere AnnĂ€herung an die EuropĂ€ische Union umzusetzen. Dazu gehören wirtschaftliche Maßnahmen, aber auch Projekte, die die Achtung der Rechtsstaatlichkeit und Grundrechte sicherstellen sollen.

Wie die Vertretung der 27 EU-Staaten am Dienstag in BrĂŒssel mitteilte, wird das Geld ĂŒber eine jetzt beschlossene "Reform- und WachstumsfazilitĂ€t" mobilisiert werden. FĂŒr den Zeitraum 2024 bis 2027 können demnach bis zu zwei Milliarden Euro in Form von ZuschĂŒssen und bis zu vier Milliarden Euro in Form von Darlehen fĂŒr die Westbalkan-Partner bereitgestellt werden. Alle Auszahlungen werden den Angaben zufolge an strenge Bedingungen im Hinblick auf die Verwirklichung der Reformen geknĂŒpft.

GrundsĂ€tzliches Ziel der EU ist es, die WestbalkanlĂ€nder irgendwann einmal als neue Mitgliedstaaten aufzunehmen. Das zunehmend komplexe geostrategische Umfeld mit Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine und der Krise im Nahen Osten gefĂ€hrde die europĂ€ische und globale Sicherheit und verdeutliche, wie wichtig die strategische Partnerschaft zwischen der EU und dem Balkan sei, hieß es zuletzt in einer EU-ErklĂ€rung.

Von den sechs Westbalkanstaaten ist mittlerweile nur noch die Republik Kosovo kein Beitrittskandidat. Mit Montenegro und Serbien fĂŒhrt die EU bereits seit 2012 beziehungsweise 2014 Beitrittsverhandlungen.

Wie lange es vom Start der BeitrittsgesprĂ€che bis zum EU-Beitritt dauert, ist offen. Die TĂŒrkei etwa wurde 1999 EU-Kandidat - und war wohl noch nie weiter von einer Mitgliedschaft entfernt als heute. Theoretisch kann ein Beitrittskandidat auch nie Mitglied werden.

@ dpa.de