Maduro, Wahlsieg

EU erkennt von Maduro reklamierten Wahlsieg nicht an

05.08.2024 - 08:00:43

Die EuropÀische Union erkennt das offizielle Ergebnis der PrÀsidentenwahl in Venezuela ohne eine vollstÀndige Offenlegung der Wahlunterlagen nicht an.

Das teilte der Sprecher des EU-Außenbeauftragten Josep Borrell, Peter Stano, am Sonntagabend mit.

Nach einer von BetrugsvorwĂŒrfen begleiteten Wahl am vergangenen Sonntag hatte die linientreue Wahlbehörde CNE den seit 2013 regierenden autoritĂ€ren PrĂ€sidenten NicolĂĄs Maduro zum Wahlsieger erklĂ€rt. Allerdings veröffentlichte sie bislang nicht die aufgeschlĂŒsselten Resultate der einzelnen Stimmbezirke. Diese zeigten laut Opposition, dass ihr Kandidat Edmundo GonzĂĄlez Urrutia mit deutlichem Vorsprung vor Maduro gewonnen habe.

Jeder Versuch, die vollstĂ€ndige Veröffentlichung der offiziellen Wahlergebnisse zu verzögern, werde deren GlaubwĂŒrdigkeit nur weiter infrage stellen, hieß es in der EU-Mitteilung weiter. Stano Ă€ußerte zugleich die Besorgnis der EU ĂŒber eine wachsende Zahl "willkĂŒrlicher Festnahmen" und die anhaltenden Schikanen gegen die Opposition.

Die USA und ein halbes Dutzend lateinamerikanischer LĂ€nder haben Oppositionskandidat GonzĂĄlez bereits als Sieger anerkannt. Am Sonntag forderten Deutschland und andere europĂ€ische LĂ€nder die Veröffentlichung der Wahlunterlagen. "Wir bringen unsere große Besorgnis ĂŒber die Lage in Venezuela nach den PrĂ€sidentschaftswahlen vom vergangenen Sonntag zum Ausdruck", hieß es in einer gemeinsamen ErklĂ€rung von Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Niederlande, Spanien und Portugal.

@ dpa.de