EU: Israel und Hamas sollen Bidens Friedensplan akzeptieren
04.06.2024 - 22:32:57Das teilte der EU-AuĂenbeauftragte Josep Borrell im Namen des Staatenbundes am spĂ€ten Dienstagabend mit. Man unterstĂŒtze den Plan uneingeschrĂ€nkt. Dieser könne zu einem dauerhaften Waffenstillstand, zur Freilassung aller in den Gazastreifen verschleppten Geiseln und zu mehr humanitĂ€rer Hilfe fĂŒhren.
"Zu viele Zivilisten haben ihr Leben verloren", heiĂt es zudem in der EU-Mitteilung. Frieden und StabilitĂ€t im Nahen Osten lĂ€gen im Interesse beider Völker, der Region als Ganzes und der ganzen Welt.
Seit Wochen vermitteln Katar, die USA und Ăgypten zwischen Israel und der Hamas, um eine Feuerpause und einen Austausch der Geiseln gegen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge zu erreichen. Am Freitag hatte Biden ĂŒberraschend Details eines Entwurfs fĂŒr einen Deal in drei Phasen prĂ€sentiert. Weder Israel noch die Hamas haben dem Plan bisher offiziell zugestimmt oder ihn zurĂŒckgewiesen.
Ein Sprecher des AuswĂ€rtigen Dienstes der EU teilte am Abend zudem mit, man sei zunehmend besorgt ĂŒber die Spannungen zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz an der Grenze zum Libanon. Er sprach von "immer gröĂer werdenden Zerstörungen und der Zwangsvertreibung von Zivilisten auf beiden Seiten der israelisch-libanesischen Grenze". Ein breiterer Konflikt sei fĂŒr niemanden vorteilhaft.
Seit Beginn des Kriegs im Gazastreifen vor fast acht Monaten kommt es tĂ€glich zu militĂ€rischen Konfrontationen zwischen der israelischen Armee und der Hisbollah im Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Auf beiden Seiten gab es dabei Tote. Rund 150 000 Menschen wurden in beiden LĂ€ndern zudem evakuiert oder verlieĂen die Kampfzone. Israels rechtsextremer Polizei- und Sicherheitsminister Itamar Ben-Gvir hatte am Dienstag zum Krieg mit der Hisbollah im Libanon aufgerufen, die vom Iran unterstĂŒtzt wird.

