Leyen, Telefonat

Von der Leyen sieht nach Telefonat mit Trump Deal-Option

08.11.2024 - 17:48:21

Die EuropĂ€ische Union und der kĂŒnftige US-PrĂ€sident Donald Trump könnten nach EinschĂ€tzung von EU-KommissionsprĂ€sidentin Ursula von der Leyen einen neuen Deal zum Ausbau amerikanischer Exporte von FlĂŒssiggas (LNG) schließen.

"Wir bekommen immer noch viel LNG aus Russland, warum also nicht stattdessen amerikanisches LNG einsetzen, das gĂŒnstiger fĂŒr uns ist und unsere Energiepreise senkt", sagte die deutsche Spitzenpolitikerin nach einem Telefonat mit dem Sieger der US-Wahl. Das fĂŒr beide Seiten interessante Thema sei angesprochen worden und könnte vertieft werden.

In der EU werden derzeit Möglichkeiten ausgelotet, wie ein großer neuer Handelskonflikt mit den USA abgewendet werden könnte. Trump hatte im Wahlkampf angekĂŒndigt, auf Importe neue Zölle in Höhe von 10 bis 20 Prozent einfĂŒhren zu wollen. FĂŒr chinesische Waren sollen sie sogar 60 Prozent betragen. Damit will er den Produktionsstandort USA stĂ€rken und das Handelsdefizit abbauen. Es ist Trump ein Dorn im Auge, dass europĂ€ische Unternehmen deutlich mehr Waren in den USA verkaufen als amerikanische Unternehmen in der EU.

Die EU und die USA hatten bereits in der ersten Amtszeit von Trump Vereinbarungen geschlossen, die den Import von US-Produkten wie Soja, Rindfleisch und FlĂŒssiggas nach Europa fördern sollte. Trump verzichtete damals im Gegenzug unter anderem auf Sonderzölle auf Autos aus der EU.

@ dpa.de