EZB-Vize: Handelskonflikte Gefahr fĂŒr Euro-Wirtschaft
18.11.2024 - 11:10:13"Die handelspolitischen Spannungen könnten weiter zunehmen", sagte EZB-VizeprÀsident Luis de Guindos zum Auftakt der "Euro Finance Week" in Frankfurt. "Dieser konjunkturelle Gegenwind verstÀrkt die strukturellen Probleme der niedrigen ProduktivitÀt und des schwachen Potenzialwachstums im Euroraum."
Der designierte US-PrĂ€sident Donald Trump hat neue Zölle von 10 bis 20 Prozent auf Einfuhren aus Europa angekĂŒndigt. Ăkonomen fĂŒrchten einen Handelskrieg mit der EuropĂ€ischen Union. Sollte Trump tatsĂ€chlich 20 Prozent Zoll auf Importe aus der EU und 60 Prozent Zoll auf Einfuhren aus China erheben, könnten die deutschen Exporte in die USA um 15 Prozent sinken, schĂ€tzt das MĂŒnchner Ifo Institut.
Auf die Frage nach dem weiteren geldpolitischen Kurs der EZB, antwortete de Guindos: "Ich denke, die Richtung der Geldpolitik ist klar." Die EZB hat im laufenden Jahr bereits drei Mal die Leitzinsen gesenkt. Der am Finanzmarkt richtungsweisende Einlagenzins, den Banken fĂŒr geparkte Gelder erhalten, liegt inzwischen bei 3,25 Prozent. Volkswirte rechnen mit einer weiteren Zinssenkung bei der nĂ€chsten Sitzung des EZB-Rates am 12. Dezember und mit weiteren Schritten nach unten im nĂ€chsten Jahr.

