EU, Finanzindustrie

EZB hÀlt trotz WiderstÀnden am digitalen Euro fest

29.12.2025 - 16:19:35

Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) verfolgt die EinfĂŒhrung des digitalen Euros trotz zahlreicher WiderstĂ€nde weiter.

Patrick Papsdorf, Fachmann der EZB fĂŒr den digitalen Euro, sagte der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Wir sehen, dass es eine starke politische UnterstĂŒtzung in den EU-Institutionen gibt: Staats- und Regierungschefs, die EuropĂ€ische Kommission und der Rat befĂŒrworten das Projekt und viele Mitglieder des EuropĂ€ischen Parlaments ebenfalls." Papsdorf versicherte, der digitale Euro solle das Bargeld "nicht ersetzen, sondern ergĂ€nzen". In der sogenannten Projektphase fĂŒr den digitalen Euro, die im November die Vorbereitungsphase abgelöst habe, plane die Notenbank nun, die technischen Voraussetzungen fĂŒr eine mögliche EinfĂŒhrung im Jahr 2029 zu schaffen, sagte Papsdorf weiter: "2027 wollen wir ein Pilotprojekt mit ausgewĂ€hlten Zahlungsdienstleistern und HĂ€ndlern beginnen." Voraussetzung dafĂŒr sei, dass die entsprechende Regulierung im neuen Jahr in BrĂŒssel beschlossen werde. Insbesondere aus Banken hatte es zuletzt Kritik an den PlĂ€nen fĂŒr den digitalen Euro gegeben.

Jörg KrĂ€mer, Chefvolkswirt der Commerzbank, forderte in der FAZ, das Projekt zu stoppen. "Was die EZB anbelangt, so wĂŒnsche ich mir, dass ihre PlĂ€ne fĂŒr einen digitalen Euro vom EuropĂ€ischen Parlament gestoppt werden", schrieb KrĂ€mer. "Die BĂŒrger brauchen keine zusĂ€tzlichen Konten bei der EZB, auf denen sie höchstens 2.000 oder 3.000 Euro halten dĂŒrfen." Der digitale Euro sei "eine Lösung auf der Suche nach einem Problem". Die gewaltigen Kosten sollten die Banken tragen, die diese letztlich an ihre Kunden weitergeben mĂŒssten.

@ dts-nachrichtenagentur.de