EZB: Optimistische Stimmung an den MĂ€rkten kann rasch umschlagen
16.05.2024 - 10:08:35"Geopolitische Risiken trĂŒben weiterhin die Aussichten fĂŒr die FinanzstabilitĂ€t", ordnete EZB-VizeprĂ€sident Luis de Guindos die Erkenntnisse des jĂŒngsten halbjĂ€hrlichen FinanzstabilitĂ€tsberichts der Notenbank ein, der am Donnerstag veröffentlicht wurde.
Die zuletzt optimistischere Stimmung an den MĂ€rkten könne rasch umschlagen, warnen die Euro-WĂ€hrungshĂŒter: Geopolitische Spannungen könnten Unruhe auslösen und "das Potenzial fĂŒr ĂŒberzogene Marktreaktionen schaffen, die von Nichtbanken mit strukturellen LiquiditĂ€tsschwĂ€chen verstĂ€rkt werden könnten".
Die Banken im Euroraum, die zuletzt gut verdienten, hĂ€tten sich als widerstandsfĂ€hig erwiesen. Vergleichsweise niedrige Bewertungen der GeldhĂ€user deuteten jedoch darauf hin, dass sich Anleger Sorgen ĂŒber die Dauerhaftigkeit der RentabilitĂ€t der Banken machten. So gebe es unter anderem Anzeichen fĂŒr zunehmende Verluste in einigen KreditbestĂ€nden, insbesondere im Bereich gewerblicher Immobilienfinanzierungen. Zudem dĂŒrften die Finanzierungskosten fĂŒr GeldhĂ€user auch bei sinkenden Leitzinsen hoch bleiben.
Insgesamt sei "das Bankensystem des Euroraums aufgrund seiner starken Kapital- und LiquiditĂ€tsposition gut gerĂŒstet, um diese Risiken zu bewĂ€ltigen", fasst die EZB zusammen. Die zuletzt erhöhten Kapitalpuffer zum Beispiel fĂŒr mögliche RĂŒckschlĂ€ge auf den ImmobilienmĂ€rkten sollten nach DafĂŒrhalten der Notenbank beibehalten werden, damit sie den Banken "im Falle von Gegenwind zur VerfĂŒgung stehen".

