Post-VorstÀndin Hagleitner verteidigt Stellenstreichungen
16.09.2025 - 01:00:00Im Gegensatz zum produzierenden Gewerbe könne man nicht auf Vorrat produzieren. "Wir beschĂ€ftigen keine Leute auf Verdacht", erklĂ€rte die Ăsterreicherin weiter. Deutsche Post DHL hatte im FrĂŒhjahr - nur zwei Tage nach einem Tarifabschluss mit der Gewerkschaft Verdi - erklĂ€rt, bis Jahresende 8.000 Jobs im Brief- und PaketgeschĂ€ft in Deutschland streichen zu wollen. Hagleitner bestritt einen möglichen Zusammenhang zwischen Tarifeinigung und dem Stellenabbau. "Wir bauen ja kein Personal ab, um der Gewerkschaft eins auszuwischen. Im Gegenteil. Wir haben eine gute Sozialpartnerschaft und legen Wert auf belastbaren Dialog mit unserem Betriebsrat und der Gewerkschaft Verdi", sagte sie. Der Abbau von Personal sei unternehmerische MaĂnahme gewesen, die sich an den RealitĂ€ten orientiere, so die VorstĂ€ndin. Sie verwies auf weniger Briefe, höhere Kosten und einen groĂen Investitionsdruck. "Im Postgesetz steht, dass wir einen angemessenen Gewinnzuschlag erwirtschaften mĂŒssen, um in eine nachhaltige Postinfrastruktur zu investieren. Kurz: Die Modernisierung der Post ist gesellschaftlich und politisch gewĂŒnscht", sagte Hagleitner. Das Geld wĂ€re nicht da, wenn der Konzern auf der Personalseite nicht eingespart hĂ€tte, erklĂ€rte sie. Hagleitner sprach trotzdem von einer anhaltenden AttraktivitĂ€t der Post als Arbeitgeber: "Im August haben wir mehrere Tausend BeschĂ€ftigte eingestellt. Wir hatten ĂŒber 100.000 Bewerbungen. Das zeigt, dass wir als Arbeitgeber sehr attraktiv sind. FĂŒr das traditionell starke VorweihnachtsgeschĂ€ft werden wir rund 10.000 Zusteller einstellen", sagte sie.


