Deutschland, Verkehr

Verkehrsministerium drängt auf mehr Geld für Neubau bei Bahn

17.06.2026 - 13:00:07 | dpa.de

Die Gelder aus dem Sondervermögen gehen in den Erhalt von Bahnstrecken. Was aber ist mit Neubauprojekten?

Kein Geld für Neubaustrecken? - Bild: Julian Stratenschulte/dpa
Kein Geld für Neubaustrecken? - Bild: Julian Stratenschulte/dpa

Das Bundesverkehrsministerium drängt in den laufenden Haushaltsverhandlungen auf mehr Geld für Neu- und Ausbauprojekte bei der Bahn. Ein Sprecher von Ressortchef Patrick Schnieder (CDU) sagte in Berlin, das Ministerium habe großes Interesse daran, dass neben der dringenden Sanierung und Modernisierung des Bestandsnetzes auch der Aus- und Neubau der Schieneninfrastruktur in Deutschland deutlich vorankomme, um die Zuverlässigkeit des Netzes zu verbessern. Das Ministerium arbeite daran, die Finanzierbarkeit von Projekten im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel sicherzustellen. Das Ministerium strebe an, möglichst viel Geld zu bekommen.

Geplant ist, dass das Bundeskabinett am 6. Juli den Regierungsentwurf des Bundeshaushalts 2027 sowie der mittelfristigen Finanzplanung beschließen soll. Das Verkehrsministerium hat bereits wiederholt auf Milliardenlücken in der Finanzplanung bei Bahn-Neubauprojekten in den kommenden Jahren hingewiesen. In den kommenden Jahren fließen viele Milliarden in die Sanierung bestehender Strecken. Das Geld kommt aus dem schuldenfinanzierten Sondervermögen für Infrastruktur. Dort liegt der Fokus aber auf der Sanierung bestehender Bahnstrecken. 

Der Verkehrsclub VCD kritisierte, Bahnprojekte würden reihenweise gestoppt. «Diese Koalition hat so viel Geld wie keine vor ihr für die Sanierung der Infrastruktur – und doch stellt sie viel zu wenig für Aus- und Neubau der Schiene bereit», sagte die VCD-Vorsitzende Christiane Rohleder.

Der Grünen-Verkehrspolitiker Tarek Al-Wazir hatte unter Verweis auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage bereits von einer Bankrotterklärung für das gesamte deutsche Schienensystem gesprochen. «Es rächt sich, dass Schwarz-Rot für Aus- und Neubau der Bahn keinerlei Mittel aus dem Sondervermögen vorgesehen und den eigentlichen Verkehrshaushalt seit 2025 nahezu halbiert hat.»

de | wirtschaft | 69561893 |

Weitere Meldungen

Nur noch 3 Cent teurer: Diesel fast auf Vorkriegsniveau. Ganz fair ist der Vergleich aber nicht, und der ADAC hält die Preise nach wie vor für deutlich zu hoch. Auch Benzin wird billiger. (Wirtschaft, 18.06.2026 - 10:38) weiterlesen...

Bosch sieht Trend zu leichteren E-Bikes. Auch für den Gebrauchtmarkt gibt es eine spannende Neuerung. Bosch bringt einen Nabenmotor für E-Bikes auf den Markt und reagiert damit auf den Trend zu leichteren, urbanen Fahrrädern. (Wirtschaft, 18.06.2026 - 10:20) weiterlesen...

Einsamer Tod im Kindersitz - Wie kann so etwas passieren?. Stundenlang, bei Hitze und mit tödlichen Folgen. Ein tragischer Einzelfall? Experten können erklären, wie es so weit kommt - und welche Tricks es dagegen gibt. Eine Mutter vergisst ihr Kind im Auto. (Unterhaltung, 18.06.2026 - 08:45) weiterlesen...

Bahnstrecke Hannover-Berlin: Lange Umwege ab Oktober. Ab Oktober müssen sich Pendler zwischen Hannover und Berlin auf Einschränkungen einstellen. Die Fahrzeiten verlängern sich teils deutlich. Mit umfassenden Sanierungen will die Bahn pünktlicher werden. (Wirtschaft, 18.06.2026 - 06:00) weiterlesen...

Zugbegleiterin von Fahrgast attackiert. Laut Polizei hatte sie ihn auf das Rauchverbot hingewiesen. Ein 36-jähriger Fahrgast hat in einem Regionalzug eine Zugbegleiterin ins Gesicht geschlagen. (Unterhaltung, 17.06.2026 - 14:39) weiterlesen...

Monopolkommission sieht Millionenlücke beim Tankrabatt. Unterdessen bewegen sich die Spritpreise Richtung Vorkriegsniveau. Das Beratergremium schätzt, dass 100 bis 200 Millionen Euro nicht weitergegeben worden, das Ifo sieht besonders beim Diesel Defizite. (Wirtschaft, 16.06.2026 - 14:13) weiterlesen...