Verkehrsminister dÀmpft Hoffnung auf billigere Flugtickets
26.12.2025 - 10:05:13Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat darauf hingewiesen, dass die zum 1. Juli 2026 beschlossene Senkung der Luftverkehrssteuer nicht automatisch zu niedrigeren Ticketpreisen fĂŒhrt. «Die Absenkung der Luftverkehrsteuer dient dazu, den Standort wettbewerbsfĂ€higer zu machen, um ĂŒberhaupt wieder ein ernstzunehmender Mitspieler zu werden. Das ist das Hauptziel der abgesenkten Luftverkehrsteuer», sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe auf die Frage, ob er erwarte, dass die Fluggesellschaften die Senkung eins zu eins an die Reisenden weitergeben wĂŒrden.Â
«Der Luftverkehrsstandort Deutschland hat ein Wettbewerbsproblem. Wir sind beim Passagieraufkommen lediglich bei knapp 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. Andere LĂ€nder liegen bei 110 Prozent. HeiĂt: Es werden keine FlĂŒge eingespart, sie finden nur woanders statt», sagte Schnieder.Â
«Airlines entscheiden selbst»
«Die Airlines entscheiden selbst, mit welchen Angeboten sie an den Markt gehen. FĂŒr uns ist wichtig, dass sie in Deutschland bleiben und ihre Flugzeuge hier stationieren sowie im Interesse des Wirtschaftsstandortes Deutschland und der FluggĂ€ste ein verlĂ€ssliches Streckennetz von und zu deutschen FlughĂ€fen sicherstellen.»
Der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Flughafenverbands ADV, Ralph Beisel, stimmte Schnieder zu: «Einen Automatismus fĂŒr sinkende Ticketpreise gibt es nicht», teilte er mit. Die Absenkung der Luftverkehrsteuer sei vor allem eine MaĂnahme zur StĂ€rkung der WettbewerbsfĂ€higkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland. «Entscheidend ist, dass Airlines den Hochsteuerstandort Deutschland wieder hĂ€ufiger anfliegen.»
Die in Aussicht gestellte Absenkung reiche dafĂŒr nicht: «Nur wenn in den Folgejahren weitere Reduzierungen staatlicher Abgaben, GebĂŒhren und Steuern erfolgen, werden Airlines wieder neue Flugzeuge an deutschen FlughĂ€fen stationieren und zusĂ€tzliche Strecken aufnehmen.»


