Abschiedsbesuch in Moldau: Baerbock sagt Hilfe gegen Kreml-Einfluss zu
02.04.2025 - 13:21:36Sandu begrĂŒĂte die GrĂŒnen-Politikerin am Mittag im PrĂ€sidialamt in der Hauptstadt Chisinau. Am Nachmittag wollte Baerbock auch mit MinisterprĂ€sident Dorin Recean sprechen. Am Dienstag hatte die scheidende deutsche Ministerin die Ukraine besucht.
Baerbock sagte der kleinen Ex-Sowjetrepublik vor den Parlamentswahlen im Herbst europĂ€ische und deutsche UnterstĂŒtzung gegen Einflussversuche des russischen PrĂ€sidenten Wladimir Putin zu. Mit Desinformation, Fake-News-Kampagnen und Stimmenkauf werde Putin "erneut versuchen, Demokratie und Freiheit in Moldau zu untergraben", kritisierte sie.
Warum besucht Baerbock ausgerechnet das kleine Moldau?
Seit Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist Baerbock immer wieder auch in Moldau gewesen. Das liegt unter anderem daran, dass das kleine Land zwischen der Ukraine und RumĂ€nien als weiteres Ziel fĂŒr Putins Machthunger gilt.
Um die Abwehrkraft des Landes zu stĂ€rken, hatte Baerbock mit ihren französischen und rumĂ€nischen Kollegen im April 2022 die sogenannte Moldau-Partnerschaftsplattform initiiert. Seit Kriegsbeginn in der Ukraine hat die Bundesregierung rund 230 Millionen Euro fĂŒr die UnterstĂŒtzung Moldaus bereitgestellt. AuĂerdem verbindet die Ministerin ein enger Kontakt mit der proeuropĂ€ischen PrĂ€sidentin Sandu.
Bei den GesprĂ€chen in Chisinau dĂŒrften auch die Probleme des Landes bei der Energieversorgung eine Rolle spielen. Moldau ist fast völlig von russischem Gas abhĂ€ngig. Mit seinen rund 2,5 Millionen Einwohnern zĂ€hlt Moldau zu den Ă€rmsten LĂ€ndern Europas. Es ist zwischen proeuropĂ€ischen und prorussischen KrĂ€ften gespalten. Wie die Ukraine ist Moldau seit 2022 EU-Beitrittskandidat.

