Verdi droht Deutsche Bank mit Warnstreiks bei Postbank
15.04.2026 - 18:40:46 | dpa.de
Nach bisher ergebnislosen Tarifverhandlungen fĂŒr rund 9.000 BeschĂ€ftigte der Postbank droht Verdi mit Warnstreiks. In der ersten GesprĂ€chsrunde in DĂŒsseldorf habe die Arbeitgeberseite die Verdi-Forderung abgelehnt und ein eigenes Angebot vorgelegt, was aber nicht ausreiche, kritisierte die Gewerkschaft die Postbank-Konzernmutter Deutsche Bank.
«Der Unmut der PostbankbeschĂ€ftigten ist groĂ», schrieb Verdi. Die Arbeitsbelastung sei ĂŒber Jahre sehr hoch und das jetzige Angebot «ein Schlag ins Gesicht». «Wir gehen davon aus, dass es in den kommenden Wochen zu ersten Warnstreiks kommen wird», sagte Verdi-VerhandlungsfĂŒhrer Jan Duscheck. In der Tarifkommission habe man bereits ĂŒber die Einleitung gesprochen.
Das prĂ€sentierte Angebot umfasst demnach eine Gehaltssteigerung von zwei Prozent nach fĂŒnf Nullmonaten zum September und weiteren 2 Prozent im September des kommenden Jahres. «Die Deutsche Bank hat gerade erst ein Rekordergebnis verkĂŒndet; da ist es jetzt völlig unverstĂ€ndlich, dass sie ein Gehaltsangebot macht, das nicht einmal ansatzweise die Inflation ausgleicht», monierte Duscheck.Â
Unsicherheit wegen FilialschlieĂungen
Verdi fordert in der Tarifrunde eine Gehaltssteigerung von acht Prozent, mindestens aber 300 Euro pro Monat. Zudem gehe es Fragen der Transformation: Die Integration der ehemaligen Postbank in die Deutsche Bank, FilialschlieĂungen sowie organisatorische VerĂ€nderungen fĂŒhrten zu Unsicherheit bei den BeschĂ€ftigten, so Verdi. Sie brĂ€uchten Perspektiven und Planungssicherheit. Die nĂ€chste Verhandlungsrunde ist fĂŒr den 18. Mai in Frankfurt angesetzt.
2024 hatte es schon einmal einen Tarifkonflikt bei der Postbank gegeben mit einem Abschluss nach erst fĂŒnf Verhandlungsrunden. Warnstreiks von Verdi hatten damals wiederholt fĂŒr EinschrĂ€nkungen im Kunden-Service gesorgt.
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