Gewerkschaft droht Adidas mit Erzwingungsstreik

21.11.2025 - 08:21:10

Die Gewerkschaft IG BCE will bei Adidas höhere GehÀlter durchsetzen, obwohl der Konzern im August den Tarifvertrag der Branche verlassen hat.

"Wir haben den Vorstand aufgefordert, mit uns in Haustarifverhandlungen einzutreten", heißt es in einem Schreiben an Gewerkschafter bei Adidas, ĂŒber das die "SĂŒddeutsche Zeitung" berichtet. Darin verlangt die IG BCE unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt und einen zusĂ€tzlichen freien Tag fĂŒr Gewerkschaftsmitglieder. Man habe zunĂ€chst fĂŒr die Standorte Uffenheim und Scheinfeld eine Tarifkommission gebildet. FĂŒr eine Reaktion auf die Forderungen setzt die Gewerkschaft eine Frist bis 24. November.

"Sollte der Vorstand die Frist verstreichen lassen, werden wir gemeinsam Schritt fĂŒr Schritt den Druck erhöhen - falls nötig, bis hin zum Erzwingungsstreik", heißt es in dem Schreiben weiter. Ein Sprecher von Adidas erklĂ€rte auf Anfrage: "Wir werden gegenĂŒber der IG BCE dazu Stellung nehmen". Das Unternehmen habe stets betont, sich zu fairer Bezahlung zu verpflichten und die Lohnerhöhungen, die Tarifmitarbeitende sowie Auszubildende betreffen, vollstĂ€ndig umzusetzen. Adidas werde die GehĂ€lter der rund 4.600 bisher tariflich beschĂ€ftigten Mitarbeitenden in Deutschland stĂ€rker und von einem höheren Ausgangswert erhöhen, als es der kĂŒrzlich verabschiedete Tarifabschluss zwischen dem Branchenverband HDSL und der Gewerkschaft IG BCE vorsehe: "FĂŒr alle Entgeltgruppen ist der Anstieg um 0,5 Prozentpunkte höher als im Tarifvertrag vorgesehen." Dazu komme etwa eine Einmalzahlung in Höhe von 450 Euro fĂŒr vier Monate. Der Gewerkschaft reicht das nicht.

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