Lang gegen VerschÀrfung des Streikrechts bei kritischer Infrastruktur
18.03.2024 - 15:43:38"Die Menschen, die in diesem Land jeden Tag hart arbeiten, die das Land am Laufen halten, die verdienen gute Arbeitsbedingungen und keine Angriffe, keine Schleifung des Streikrechts", sagte Lang am Montag in Berlin.
"Das Streikrecht als Teil der Tarifautonomie ist hier in Deutschland verdammt wichtig und es ist Teil unserer liberalen Demokratie", betonte Lang. Genervt zu sein sei eine verstĂ€ndliche Reaktion in der aktuellen Lage. "Aber es ist ein Riesenunterschied, ob ich genervt bin oder ob ich die Axt an dieses Streikrecht anlege." Sie erinnerte daran, dass auch KrankenhĂ€user Teil der kritischen Infrastruktur sind. "Das heiĂt, wir reden hier ĂŒber Bereiche, wo viele Menschen verdammt harte Arbeit mit Ăberstunden, mit körperlicher Anstrengung leisten und wo die Streiks auch zu guten Arbeitsbedingungen fĂŒhren, die dem FachkrĂ€ftemangel etwas entgegensetzen."
Zur sogenannten kritische Infrastruktur gehören Bereiche, die die Versorgung mit unentbehrlichen GĂŒtern und Dienstleistungen sicherstellen. Dazu gehören unter anderem die Energie- und Wasserversorgung.
Lang bezog sich nach eigenen Worten auf Forderungen aus der CDU. Am Wochenende hatte aber auch FDP-GeneralsekretĂ€r Bijan Djir-Sarai angesichts des monatelangen Tarifkonflikts zwischen der LokfĂŒhrergewerkschaft GDL und der Bahn eine Reform gefordert. Gerade bei der kritischen Infrastruktur sei VerhĂ€ltnismĂ€Ăigkeit zentral, sagte er der "Bild am Sonntag". Er nannte Instrumente wie verpflichtende Schlichtungen, klare Streikfristen und die Möglichkeit, VerhandlungsfĂŒhrer auszutauschen. "Auch mĂŒssen wir ĂŒber eine generelle EinschrĂ€nkung des Streikrechts in sensiblen Bereichen sprechen."

