DIHK, Haushaltskrise

DIHK: Haushaltskrise verschÀrft Unsicherheit in Wirtschaft

30.11.2023 - 06:13:00

Die Haushaltskrise fĂŒhrt aus Sicht von DIHK-PrĂ€sident Peter Adrian zu einer zusĂ€tzlich "starken Verunsicherung" bei Unternehmen.

Die Wirtschaft befinde sich mitten in einem Transformationsprozess, sagte Adrian vor Journalisten in Berlin. Es gebe bereits große Herausforderungen etwa durch hohe Energiekosten. Adrian forderte die Bundesregierung zu einem "Neuanfang" auf mit einer langfristigen Perspektive fĂŒr Unternehmen. Die Politik mĂŒsse in dieser "ernsten Situation" den Fokus auf die Wirtschaft verstĂ€rken. Es mĂŒsse mehr Anreize fĂŒr Investitionen geben.

Das Bundesverfassungsgericht hatte die Umwidmung von 60 Milliarden Euro im Haushalt 2021 in den Klima- und Transformationsfonds fĂŒr nichtig erklĂ€rt. Das Geld war als Corona-Kredit bewilligt worden, sollte aber nachtrĂ€glich fĂŒr den Klimaschutz und die Modernisierung der Wirtschaft eingesetzt werden. Zugleich entschieden die Richter, der Staat dĂŒrfe sich Notlagenkredite nicht fĂŒr spĂ€tere Jahre auf Vorrat zurĂŒcklegen. Dies hat zur Folge, dass weitere Milliardensummen fĂŒr Zukunftsvorhaben gefĂ€hrdet sind. Die Bundesregierung sucht nach Auswegen aus der Haushaltskrise.

In einer Resolution der DIHK-Vollversammlung heißt es, die deutsche Wirtschaft gerate zunehmend in eine Schieflage. "Einige Branchen haben sogar mit krisenhaften Entwicklungen zu kĂ€mpfen. Dabei werden strukturelle Herausforderungen aktuell durch schlechte konjunkturelle Vorgaben verstĂ€rkt." Der Standort Deutschland verliere an AttraktivitĂ€t. "Ausbleibende Investitionen und negative Konjunkturerwartungen unterstreichen dies."

@ dpa.de