Hitzeschutz, Metall

Hitzeschutz: IG Metall fordert hÀrtere Sanktionen gegen Arbeitgeber

07.07.2025 - 00:00:00

Die IG Metall hat hĂ€rtere Sanktionen gegen Arbeitgeber gefordert, die nicht fĂŒr einen gesetzlich vorgeschriebenen Hitzeschutz ihrer Mitarbeiter bei hohen Temperaturen sorgen.

"Auf dem Papier reichen die bestehenden Regeln zum Hitzeschutz von BeschĂ€ftigten in den BĂŒros und Werkhallen aus", sagte Hans-JĂŒrgen Urban, Sozialvorstand der IG Metall, der "Rheinischen Post" (Montag). "In der RealitĂ€t ignorieren aber zu viele Betriebe die erforderlichen Schutzmaßnahmen." "In Betrieben mit Betriebsrat beobachten wir hier mehr Respekt vor den BeschĂ€ftigten", so Urban. Wer nicht handele, brauche schĂ€rfere Kontrollen und hĂ€rtere Sanktionen.

"Hier ist die zustĂ€ndige Arbeitsschutzaufsicht und die Unfallversicherung gefordert." Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert unterdessen eine Verbesserung des Arbeitsschutzes fĂŒr BeschĂ€ftigte an Hitzetagen durch eine Reform der ArbeitsstĂ€ttenverordnung. "Um die Situation fĂŒr Arbeitnehmer allgemein bei großer Hitze zu verbessern, ist eine gesetzliche NachschĂ€rfung, insbesondere bei der ArbeitsstĂ€ttenverordnung, sinnvoll", sagte Markus Nöthen, Leiter Arbeits- und Gesundheitsschutz bei Verdi, der "Rheinischen Post". Die EinfĂŒhrung eines Hitzegeldes lehnte er dagegen ab. "Es gibt bereits Regelungen und Pflichten in den Arbeitsschutzgesetzen, an die sich Arbeitgeber zu halten haben. Möglichkeiten der Abhilfe, sind, wo möglich, die Verlagerung der Arbeitszeit in die frĂŒhen Morgenstunden, eine Beschattung, das zur VerfĂŒgung stellen von KaltgetrĂ€nken wie Wasser", sagte Nöthen. "Wenn Arbeitgeber ihrer Pflicht nicht nachkommen, ist es fraglich, ob eine Verlagerung der Kosten auf die Allgemeinheit und die Sozialkassen der richtige Weg ist."

@ dts-nachrichtenagentur.de