Metall, Forderung

IG Metall lÀsst Forderung nach Vier-Tage-Woche ruhen

27.05.2025 - 07:59:46 | dpa.de

Die IG Metall rĂŒckt angesichts der angespannten wirtschaftlichen Lage zunĂ€chst von Forderungen nach EinfĂŒhrung einer Vier-Tage-Woche ab.

"Eine Vier-Tage-Woche mit vollem Lohnausgleich steht aktuell nicht auf der gewerkschaftlichen Forderungsliste", sagte die Gewerkschaftsvorsitzende Christiane Benner der "Bild"-Zeitung. Das mache sie aber nicht weniger sinnvoll.

Mit Blick auf die angespannte wirtschaftliche Situation in vielen Betrieben betonte Benner, es seien die Arbeitgeber, die derzeit die Arbeitszeit verkĂŒrzten - auf Kosten der BeschĂ€ftigten.

Wirtschaft sieht Vier-Tage-Woche sehr kritisch

Bei einer flĂ€chendeckenden EinfĂŒhrung der Vier-Tage-Woche mit vollem Lohnausgleich sehen Unternehmen negative Effekte fĂŒr die deutsche Wirtschaft. Bei einer Umfrage hĂ€tten 94 Prozent der befragten 823 Unternehmen gesagt, dass sie dadurch Wertschöpfung verlieren wĂŒrden, wie das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) im MĂ€rz in Köln mitgeteilt hatte. Zudem befĂŒrchteten knapp 70 Prozent, dass Arbeit liegen bleibe und Deutschland international den Anschluss verliere.

Die IG Metall hatte zuletzt immer wieder betont, die Unternehmen mĂŒssten die Verantwortung fĂŒr zukunftsfeste GeschĂ€ftsmodelle, Investitionen und sichere ArbeitsplĂ€tze ĂŒbernehmen. "Wir sehen den Ernst der Lage. Aber wir sehen auch, dass in zahlreichen Unternehmen Zukunftsstrategien fehlen und notwendige Investitionen nicht getĂ€tigt werden", hatte Benner moniert.

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