IG Metall setzt Warnstreiks fort - Kundgebung bei Mercedes
04.11.2024 - 14:10:48Die IG Metall hat im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie mit weiteren Warnstreiks in mehreren BundeslĂ€ndern den Druck erhöht. So gab es am Montag unter anderem in Betrieben in Baden-WĂŒrttemberg und Bayern vorĂŒbergehende Arbeitsniederlegungen. Auch in Sachsen, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fanden Aktionen statt.Â
Rund 10.000 BeschÀftigte von Mercedes-Benz nahmen am Standort in Sindelfingen laut Gewerkschaft an einem Warnstreik teil. Sie hÀtten um 8.30 Uhr die Arbeit niedergelegt und sich zu einer Kundgebung versammelt, teilte die IG Metall Stuttgart mit. Zudem seien die BeschÀftigten der Nachtschicht am Montagabend zum Streik aufgerufen.
Die Gewerkschaft fordert bundesweit fĂŒr die 3,9 Millionen BeschĂ€ftigten sieben Prozent mehr Lohn bei einer Vertragslaufzeit von einem Jahr. Die Arbeitgeber bieten bislang nach neun Nullmonaten ab Juli 2025 eine Tariferhöhung um 1,7 Prozent und ab Juli 2026 um weitere 1,9 Prozent an, bei einer Vertragslaufzeit von 27 Monaten.
«Es muss endlich mehr Bewegung in die Verhandlungen kommen»
Das niedrige Angebot provoziere die BeschĂ€ftigten, sagte Ergun LĂŒmali, Vorsitzender des Betriebsrats in Sindelfingen, laut Mitteilung. Die Forderung von sieben Prozent sei angesichts der nach wie vor hohen Lebenshaltungskosten notwendig. Es mĂŒsse endlich mehr Bewegung in die Verhandlungen kommen.
Die gröĂten öffentlichen Kundgebungen in Bayern gab es der Gewerkschaft zufolge bei Linde in Aschaffenburg mit acht Betrieben und bei MAN Energy Solutions in Augsburg mit drei Betrieben.Â
Auch in Niedersachsen legten BeschĂ€ftigte ihre Arbeit nieder. Vor dem Werk von Thermo Electron LED in Osterrode etwa startete eine Kundgebung, bei Stiebel Eltron in Holzminden und bei Wilhelm Stoll Maschinenfabrik GmbH in Salzgitter DemonstrationszĂŒge.Â
In Sachsen rief die Gewerkschaft BeschĂ€ftigte der Maschinenbauunternehmen Koenig & Bauer in Radebeul und Auma Drives in Coswig zu Warnstreiks auf. Auch BeschĂ€ftigte der Autozulieferer GKN Driveline und der Radsystem GmbH in Zwickau sowie des Kompressorenherstellers Siemens Energy in Leipzig legten vorĂŒbergehend die Arbeit nieder.Â
In Sachsen-Anhalt wurden etwa BeschĂ€ftigte von Thyssenkrupp in Schönebeck und Mitarbeiter der GieĂerei KSM Castings Group GmbH in Wernigerode zur Teilnahme aufgerufen. Es waren Kundgebungen vor den jeweiligen Werkstoren geplant.


