Eurozone: Inflation zieht im Mai wieder etwas an
18.06.2024 - 11:05:11 | dpa.deDie Verbraucherpreise stiegen gegenĂŒber dem Vorjahresmonat um 2,6 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Eine vorlĂ€ufige SchĂ€tzung von Ende Mai wurde bestĂ€tigt. In den beiden Monaten zuvor hatte die Teuerung jeweils 2,4 Prozent betragen.
Verglichen mit der Inflationswelle vor etwa zwei Jahren, als die Teuerung auf mehr als zehn Prozent gestiegen war, hat sich der Preisauftrieb deutlich gemĂ€Ăigt. Zuletzt ist der RĂŒckgang aber ins Stocken geraten. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hatte sich mit deutlichen Zinsanhebungen gegen die hohe Inflation gestemmt. Wegen des tendenziellen Abklingens der Teuerung nahm sie Anfang Juni eine erste Zinssenkung vor. Der weitere Kurs ist laut EZB datenabhĂ€ngig. Die EuropĂ€ische Zentralbank strebt mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent an.
Nicht nur die allgemeine Teuerung, auch die Kerninflation ohne Energie und Nahrungsmittel stieg erstmals seit lĂ€ngerem wieder an. Die Rate erhöhte sich von 2,7 auf 2,9 Prozent. Die Energiepreise stiegen leicht an, nachdem sie in den Vormonaten gefallen waren. Der Preisauftrieb von Lebens- und Genussmitteln ging leicht zurĂŒck. Die Dienstleistungspreise stiegen um 4,1 Prozent, also klar ĂŒberdurchschnittlich. Diese Komponente wird wegen ihres hohen Lohnanteils von der EZB besonders genau beobachtet.
In den MitgliedslÀndern des WÀhrungsraums fÀllt die Inflationsentwicklung weiterhin sehr unterschiedlich aus. Sie reicht von einer Stagnation in Lettland bis hin zu einem besonders starken Preisanstieg von 4,9 Prozent in Belgien. Deutschland liegt mit einer nach europÀischen Standards ermittelten Teuerung (HVPI) von 2,8 Prozent im Mittelfeld.
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