Eurozone: Inflationsrate steigt weniger stark als erwartet auf 2,2 Prozent
18.12.2024 - 11:05:14Die Verbraucherpreise stiegen um 2,2 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg nach einer zweiten SchÀtzung mitteilte. Im Oktober hatte die Inflationsrate bei 2,0 Prozent und im September bei 1,7 Prozent gelegen.
Eine erste SchÀtzung in Höhe von 2,3 Prozent wurde damit leicht nach unten korrigiert. Volkswirte hatten mit einer BestÀtigung der ErstschÀtzung gerechnet.
Im Vergleich zum Vormonat fielen die Verbraucherpreise im November um 0,3 Prozent. Dieser Wert deckt sich mit der ersten SchÀtzung.
Verantwortlich fĂŒr den Anstieg der Jahresinflationsrate ist der im Jahresvergleich deutlich schwĂ€cher ausgefallene RĂŒckgang der Energiepreise. Ăkonomen machen Basiseffekte hierfĂŒr verantwortlich.
Mit Blick auf einzelne LÀnder der Eurozone war die nach europÀischen Standards berechnete Inflation im November in Belgien mit 4,8 Prozent am höchsten. In Deutschland betrÀgt sie 2,4 Prozent, in Frankreich und Italien liegt die Teuerung jeweils unter 2 Prozent.
Die Kernteuerung ohne schwankungsanfĂ€llige Preise fĂŒr Energie-, Nahrungs- und Genussmittel verharrte im November bei 2,7 Prozent. Die Kerninflation bildet die grundlegende Teuerung ab und stellt den Inflationstrend nach Meinung vieler Ăkonomen besser dar als die Gesamtrate.
Die EuropÀische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Inflationsrate von 2,0 Prozent an. In der vergangenen Woche hatte die EZB den am Finanzmarkt richtungsweisenden Einlagenzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent verringert.
Mit der vierten Zinssenkung in diesem Jahr reagierten die WĂ€hrungshĂŒter auf wachsende Sorgen um die Konjunktur im Euroraum. Weitere Schritte nach unten dĂŒrften folgen, denn Handelskonflikte etwa mit den USA und ihrem designierten PrĂ€sidenten Donald Trump könnten die schwĂ€chelnde Konjunktur in Europa zusĂ€tzlich unter Druck setzen.

