Eurozone: Inflationsrate steigt stÀrker als erwartet auf 2,0 Prozent
31.10.2024 - 11:05:15 | dpa.deDie Verbraucherpreise legten um 2,0 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat zu, wie das Statistikamt Eurostat am Donnerstag in Luxemburg nach einer ersten SchÀtzung mitteilte. Im September hatte die Inflationsrate nur bei 1,7 Prozent gelegen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent.
Analysten hatten fĂŒr Oktober einen Anstieg der Teuerung erwartet. Sie waren aber im Schnitt nur von einer Inflationsrate von 1,9 Prozent ausgegangen. Zuvor waren bereits aus den groĂen Volkswirtschaften der Eurozone teilweise deutliche Anstiege der Teuerung gemeldet worden.
Der deutliche Anstieg der Teuerung ist mit der Entwicklung der Preise im Bereich Dienstleistungen und mit den Kosten fĂŒr Lebensmittel zu erklĂ€ren, die sich jeweils ĂŒberdurchschnittlich stark verteuert haben. Dagegen ist der Preis fĂŒr Energie im Oktober im Jahresvergleich deutlich gesunken.
Die Kernteuerung ohne schwankungsanfĂ€llige Preise fĂŒr Energie-, Nahrungs- und Genussmittel verharrte im Oktober auf 2,7 Prozent. Die Kerninflation bildet die grundlegende Teuerung ab und stellt den Inflationstrend nach Meinung vieler Ăkonomen besser dar als die Gesamtrate.
Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) strebt mittelfristig eine Inflationsrate von zwei Prozent an. Die Notenbank hatte den richtungsweisenden Einlagenzinssatz zuletzt im Oktober um 0,25 Prozentpunkte gesenkt auf 3,25 Prozent. Es war der dritte Zinsschritt in diesem Jahr, nachdem die Notenbank im Juni die Zinswende nach der groĂen Inflationswelle und einem starken Zinsanstieg eingelĂ€utet hatte. Viele Ăkonomen erwarten bei der nĂ€chsten Zinssitzung Mitte Dezember eine weitere Zinssenkung.
Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

