Netanjahu: 'Die Hamas will keinen Deal'
04.08.2025 - 05:24:19"Ich verstehe genau, was die Hamas will. Sie will keinen Deal", sagte er in einer Video-Botschaft gemÀà einer englischen Ăbersetzung der "Times of Israel". Er sei nunmehr noch entschlossener, die Geiseln zu befreien und die Hamas zu zerschlagen.
Das Forum der Geisel-Familien ĂŒbte Kritik an seinen ĂuĂerungen. "Seit 22 Monaten wird der Ăffentlichkeit die Illusion verkauft, dass militĂ€rischer Druck und intensive KĂ€mpfe die Geiseln zurĂŒckbringen werden", zitierte die Zeitung eine ErklĂ€rung der Gruppe, die die Mehrheit der Familien der 50 noch immer in Gaza festgehaltenen Geiseln vertritt. "Die Wahrheit muss gesagt werden: Die Ausweitung des Krieges gefĂ€hrdet das Leben der Geiseln, die in unmittelbarer Todesgefahr schweben. Wir haben die erschreckenden Bilder der Geiseln in den Tunneln gesehen, sie werden weitere lange Tage des Grauens nicht ĂŒberleben", heiĂt es in der ErklĂ€rung des Forums weiter.
Netanjahu hatte zuvor erklÀrt: "Sie (die Hamas) will uns brechen - mit diesen grauenhaften Videos, mit der falschen Horror-Propaganda, die sie in der ganzen Welt verbreitet." Aber man werde sich nicht brechen lassen. Der Regierungschef bezog sich auf zwei Geisel-Videos, die die palÀstinensische Terrororganisation in den vergangenen Tagen veröffentlicht hatte.
Sie zeigen zwei junge MÀnner, die die Islamisten in dunklen und engen Tunneln im Gazastreifen gefangen halten, im Zustand akuter UnterernÀhrung, schwindender körperlicher Kraft und emotionaler Gebrochenheit.
FĂŒhrung erwĂ€gt militĂ€risches Vorgehen
Medienberichten zufolge erwĂ€gt die israelische FĂŒhrung tatsĂ€chlich ein militĂ€risches Vorgehen, um die letzten Geiseln zu befreien. Netanjahu strebe danach, die Freilassung der Geiseln "auf dem Weg eines militĂ€rischen Sieges" zu erreichen, heiĂt es in einer ErklĂ€rung, die ein namentlich nicht genannter Regierungsbeamter mehreren israelischen Zeitungen zukommen lieĂ.
Man stehe diesbezĂŒglich im Dialog mit der amerikanischen FĂŒhrung, und es zeichne sich die Einsicht ab, dass die Hamas an einer Vereinbarung im Zuge indirekter Verhandlungen nicht interessiert sei. Die humanitĂ€re Hilfe fĂŒr die palĂ€stinensische Zivilbevölkerung soll aber weiterhin gewĂ€hrleistet bleiben, abgesehen von Kampfgebieten und Gebieten unter Kontrolle der Hamas.
Nach israelischer Darstellung befinden sich noch 50 Geiseln in der Gewalt der Hamas und anderer Gruppen, von denen mindestens 20 noch am Leben sein sollen. Monatelange BemĂŒhungen, durch indirekte Verhandlungen zwischen Israel und der Hamas eine Waffenruhe herbeizufĂŒhren und die Freilassung der Geiseln zu bewirken, verliefen bislang ergebnislos.

