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Netanjahu: Werden trotz internationalen Drucks nach Rafah eindringen

14.03.2024 - 16:47:07

Die israelische Armee wird nach Worten des MinisterprĂ€sidenten Benjamin Netanjahu trotz internationaler Warnungen in die Stadt Rafah im SĂŒden des Gazastreifens vordringen.

Netanjahu sagte nach Angaben seines BĂŒros am Donnerstag zu Soldatinnen und Soldaten: "Es gibt internationalen Druck, um uns daran zu hindern, nach Rafah einzudringen und die Arbeit abzuschließen." Er weise diesen Druck seit Monaten zurĂŒck und werde dies weiter tun.

"Wir werden nach Rafah vordringen", bekrĂ€ftigte Netanjahu den Angaben zufolge. "Wir werden die Zerstörung der Hamas-Bataillone abschließen." Ziel sei es, die Sicherheit wiederherzustellen und einen "totalen Sieg fĂŒr das israelische Volk und den Staat Israel" zu erlangen.

Wie andere internationale Spitzenpolitiker lehnt Bundeskanzler Olaf Scholz eine MilitĂ€roffensive Israels strikt ab. Er wird am Sonntag zum zweiten Besuch in Israel seit Beginn des Gaza-Kriegs vor mehr als fĂŒnf Monaten erwartet.

In Rafah, einer Stadt an der Grenze zu Ägypten, suchen derzeit nach SchĂ€tzungen 1,5 Millionen PalĂ€stinenser auf engstem Raum und unter elenden Bedingungen Schutz vor den KĂ€mpfen in den anderen Gebieten des Gazastreifens. Hilfsorganisationen warnen vor vielen weiteren zivilen Todesopfern.

Angesichts der schlimmen humanitĂ€ren Lage und der vielen toten Zivilisten gibt es inzwischen aus vielen LĂ€ndern Kritik am Vorgehen des israelischen MilitĂ€rs im Gazastreifen. Aus israelischer Sicht ist ein Sieg ĂŒber die Hamas ohne einen Einsatz in Rafah jedoch nicht möglich. In dem Fall wird ein Wiedererstarken der Terrororganisation nach dem Krieg befĂŒrchtet.

Auslöser des Kriegs war ein Massaker, bei dem Terroristen der Hamas sowie anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel rund 1200 Menschen ermordet und 250 weitere entfĂŒhrt hatten.

@ dpa.de