Europa, Zentralbank

Iran-Krieg treibt Inflationsrate im Euroraum auf 3,0 Prozent

30.04.2026 - 11:48:54 | dpa.de

Die KÀmpfe im Nahen Osten lassen die Preise in der Eurozone krÀftig steigen. Vor allem Energie verteuert sich rasant. Das setzt die EuropÀische Zentralbank (EZB) unter Druck.

  • Der Ölpreisschock treibt die Inflation im Euroraum. (Symbolbild) - Foto: Nic Coury/AP/dpa
    Der Ölpreisschock treibt die Inflation im Euroraum. (Symbolbild) - Foto: Nic Coury/AP/dpa
  • Der Inflationsschub wegen des Iran-Kriegs alarmiert die EZB. (Symbolbild) - Foto: Michael Brandt/dpa
    Der Inflationsschub wegen des Iran-Kriegs alarmiert die EZB. (Symbolbild) - Foto: Michael Brandt/dpa
Der Ölpreisschock treibt die Inflation im Euroraum. (Symbolbild) - Foto: Nic Coury/AP/dpa Der Inflationsschub wegen des Iran-Kriegs alarmiert die EZB. (Symbolbild) - Foto: Michael Brandt/dpa

Mit dem Ölpreisschock im Zuge des Iran-Krieges hat die Inflation in der Eurozone im April krĂ€ftig zugelegt. Die Verbraucherpreise stiegen im Jahresvergleich um 3,0 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat in Luxemburg nach einer ersten SchĂ€tzung mitteilte. Als Inflationstreiber erweist sich Energie, die sich im April um satte 10,9 Prozent verteuerte. Schon im MĂ€rz war die Inflationsrate auf 2,6 Prozent geklettert.

Der Preisschub setzt die EuropÀische Zentralbank (EZB) unter Druck, die mittelfristig eine Jahresteuerung von zwei Prozent anstrebt und ihre Zinsentscheidung heute um 14.15 Uhr bekannt gibt. EZB-PrÀsidentin Christine Lagarde hat wiederholt betont, dass die Zentralbank bereit sei zu handeln, wenn es die Lage erfordert.

Experten erwarten aber, dass die EZB den fĂŒr Sparer und Banken wichtigen Einlagenzins bei 2,0 Prozent zunĂ€chst belĂ€sst und weitere Daten abwartet, um sich einen besseren Überblick ĂŒber die ökonomischen Folgen des Kriegs zu verschaffen.

Ohne die stark gestiegenen Energiepreise sei die Inflation im April zwar gefallen, analysierte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg KrĂ€mer. «Aber die EZB sollte sich nicht in falsche Sicherheit wiegen.» Umfragen zeigten, dass die Unternehmen die höheren Energiepreise rasch an die Verbraucher weitergeben wĂŒrden. «Die EZB wird nicht um eine Zinserhöhung herumkommen, auch wenn sie sie wohl erst auf der Sitzung im Juni beschließen dĂŒrfte.»

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