Koalition will höhere KassenbeitrÀge verhindern
29.08.2025 - 19:15:49"Wir streben an, Beitragssatzerhöhungen zu vermeiden", sagte Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) nach einer Klausurtagung der Fraktionsspitzen in WĂŒrzburg. Es mache ja wenig Sinn, "einerseits beim Gas oder beim Strom zu entlasten und andererseits dann wieder zu belasten".
Ăber die konkrete Ausgestaltung und die Abbildung im Haushalt fĂ€nden aber noch GesprĂ€che statt, sagte Spahn. SPD-Fraktionschef Matthias Miersch sagte mit Blick auf die laufenden Etatberatungen, man sei in guten GesprĂ€chen, "die auch dazu fĂŒhren, dass genau dieser Aspekt berĂŒcksichtigt wird". Gebraucht wĂŒrden aber noch einige Parameter.
Noch fehlt Geld fĂŒr stabile BeitrĂ€ge
In den vom Kabinett beschlossenen HaushaltsentwĂŒrfen fĂŒr 2025 und 2026 sind bereits Finanzspritzen fĂŒr die gesetzlichen Krankenversicherungen ĂŒber Darlehen vorgesehen. Das Gesundheitsministerium hatte jedoch signalisiert, dass dies noch nicht ausreichen wĂŒrde, um Beitragsanhebungen Anfang 2026 zu verhindern. Ressortchefin Nina Warken (CDU) hatte deutlich gemacht, dass sie noch auf Nachbesserungen in den parlamentarischen Beratungen setzt. Erst Anfang 2025 hatte es eine Welle krĂ€ftiger Beitragserhöhungen gegeben.
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen begrĂŒĂte die ĂuĂerungen der Fraktionschefs. "Das wĂ€re ein starkes und wichtige Signal, wenn die Koalition fĂŒr stabile BeitrĂ€ge ab dem 1. Januar 2026 sorgen wĂŒrde", sagte Sprecher Florian Lanz. "Allein im laufenden Jahr gab es schon 20 Erhöhungen von ZusatzbeitrĂ€gen. So kann es nicht weitergehen."
Spahn verwies auch auf vorgesehene Reformkommissionen fĂŒr die Kranken- und Pflegeversicherung. Es stelle sich bei den BeitrĂ€gen jetzt aber dringlich die Frage zum 1. Januar 2026.

