ZEW-Index trĂŒbt sich erstmals seit einem Jahr ein
16.07.2024 - 11:58:19Das Stimmungsbarometer des Forschungsinstituts ZEW fiel gegenĂŒber dem Vormonat um 5,7 Punkte auf 41,8 Punkte, wie das Zentrum fĂŒr EuropĂ€ische Wirtschaftsforschung (ZEW) am Dienstag in Mannheim mitteilte. Analysten hatten im Schnitt mit einem RĂŒckgang des Konjunkturindikators auf 41,0 Punkte gerechnet.
Die Bewertung der Konjunkturlage hingegen hellte sich etwas auf. Der entsprechende Indexwert stieg um 4,9 Punkte auf minus 68,9 ZĂ€hler. Volkswirte hatten hingegen mit einem RĂŒckgang auf minus 74,8 Punkte gerechnet.
"Der wirtschaftliche Ausblick trĂŒbt sich ein", kommentierte ZEW-PrĂ€sident Achim Wambach. "Dazu beigetragen haben die im Mai stĂ€rker als erwartet gesunkenen deutschen Exporte, die politische Unsicherheit in Frankreich und die Unklarheit ĂŒber die weitere Geldpolitik der EuropĂ€ischen Zentralbank."
"Das verarbeitende Gewerbe prĂ€sentiert sich immer noch in einem angeschlagenen Zustand", erklĂ€rte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank den RĂŒckgang. Damit werde die deutsche Wirtschaft vom privaten Konsum abhĂ€ngig sein, der die laue Entwicklung in der Industrie aber nicht in einem MaĂe kompensieren könne, dass am Ende ein krĂ€ftiges Wachstum zu Buche steht. Gitzel erwartet daher weiterhin ein mageres Wirtschaftswachstum.
Verschlechtert haben sich auch die Konjunkturerwartungen fĂŒr die Eurozone. Sie fielen im Juli um 7,6 Punkte auf 43,7 Punkte. Die EinschĂ€tzung der konjunkturellen Lage in der Eurozone wiederum verbessert sich. Dieser Indikator stieg um 2,5 Punkte auf minus 36,1 Punkte.

