Bundesbank will Krise bei Gewerbeimmobilien genau beobachten
29.02.2024 - 16:17:28Das Thema mĂŒsse man in den kommenden Monaten "ganz aufmerksam im Blick behalten", sagte Bundesbank-PrĂ€sident Joachim Nagel am Donnerstag am Rande eines Treffens der G20-Finanzminister und Notenbank-Gouverneure in Sao Paulo (Brasilien). Bei der Entwicklung einzelner MĂ€rkte wie der Gewerbeimmobilien dĂŒrfe man das Thema FinanzstabilitĂ€t nicht aus dem Blick verlieren.
Aus Notenbanksicht sei natĂŒrlich wichtig, wie der Finanzsektor und die Banken in diesem Zusammenhang aufgestellt seien. "Und da zeigt sich schon, dass das, was wir in den letzten zehn Jahren an MaĂnahmen ergriffen haben, jetzt durchaus seine Wirkung auch zeigt", sagte Nagel. Die Banken seien besser kapitalisiert und liquiditĂ€tsseitig stĂ€rker aufgestellt. Das helfe, Risiken beherrschbar zu halten.
Zuletzt gerieten Gewerbeobjekte in der Immobilienkrise immer stĂ€rker unter Druck - vor allem BĂŒros, die unter dem Trend zum Homeoffice leiden und zunehmend die Bilanzen von Banken belasten. Laut Verband deutscher Pfandbriefbanken gab es im vierten Quartal 2023 den gröĂten jemals gemessenen PreisrĂŒckgang bei Gewerbeimmobilien. Unter den Banken in der EU sind die Institute aus Deutschland und Frankreich besonders stark bei Gewerbeimmobilien engagiert. Die EuropĂ€ische Zentralbank (EZB) hat Banken mit problematischen Gewerbeimmobilien-Krediten laut Insidern mit höheren Kapitalanforderungen gedroht.

