Euro-LĂ€nder, Licht

Euro-LĂ€nder geben grĂŒnes Licht fĂŒr Bulgariens Beitritt

19.06.2025 - 19:03:27

Die LÀnder mit Euro-GemeinschaftswÀhrung sind bereit, Bulgarien in ihren Kreis aufzunehmen.

Die Finanzminister der LĂ€nder stimmten bei einem Treffen in Luxemburg dem grĂŒnen Licht der EuropĂ€ischen Kommission und der EuropĂ€ischen Zentralbank (EZB) fĂŒr einen Beitritt des Balkanlandes zur Eurozone zum 1. Januar 2026 zu.

Bestimmte Kriterien mĂŒssen erfĂŒllt werden

Anfang des Monats hatten die EuropĂ€ische Kommission und die EZB mitgeteilt, Bulgarien erfĂŒlle die fĂŒr eine Euro-EinfĂŒhrung notwendigen Kriterien. Dazu gehören PreisstabilitĂ€t, solide öffentliche Finanzen und stabile Wechselkurse. Die Inflation zum Beispiel darf nicht aus dem Ruder laufen, damit der Wert des Geldes gewahrt und seine Kaufkraft erhalten bleibt.

Die Euro-Beitrittskandidaten mĂŒssen zudem nachweisen, dass sie ihre Staatsverschuldung im Griff haben. Und sie mĂŒssen dafĂŒr sorgen, dass der Wechselkurs ihrer LandeswĂ€hrung stabil bleibt, damit zum Beispiel Unternehmen vorausschauend planen können.

EinfĂŒhrung eigentlich fĂŒr 2024 geplant

UrsprĂŒnglich war die Euro-EinfĂŒhrung in Bulgarien fĂŒr Anfang 2024 geplant. Unter anderem wegen der damals vergleichsweise hohen Inflationsrate von 9,5 Prozent wurde der Beitritt verschoben. Aus Sicht der EU-Kommission war das Kriterium der PreisstabilitĂ€t nicht erfĂŒllt.

Bulgarien gehört zu den Ă€rmeren EU-LĂ€ndern und ist beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf der Bevölkerung auch 2024 EU-Schlusslicht - obwohl die Wachstumsraten höher waren als anderswo. Das Balkanland ist seit 2007 Mitglied der EuropĂ€ischen Union und wĂ€re das 21. Land mit der GemeinschaftswĂ€hrung. In Bulgarien wird die Debatte um die EinfĂŒhrung des Euro von heftigen Protesten begleitet.

Als nĂ€chstes mĂŒssen nun die Finanzminister aller EU-LĂ€nder den PlĂ€nen zustimmen, bevor die EU-Staats- und Regierungschefs voraussichtlich Ende Juni ĂŒber den Beitritt Bulgariens zur Eurozone diskutieren werden. Abschließend mĂŒssen nach Anhörung des EuropĂ€ischen Parlaments und der EZB die Mitgliedsstaaten auf Ebene der Finanzminister die notwendigen Rechtsakte verabschieden.

@ dpa.de