Blinken: Lage in Nahost so gefÀhrlich wie 1973 nicht mehr
30.01.2024 - 06:15:32"Ich behaupte, dass wir in der gesamten Region seit mindestens 1973 - vielleicht sogar davor - keine so gefÀhrliche Situation mehr erlebt haben wie jetzt", sagte Blinken am Montag in Washington bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Nato-GeneralsekretÀr Jens Stoltenberg. "Das ist das Umfeld, in dem wir operieren."
Mit der Jahreszahl bezog Blinken sich wahrscheinlich auf den 19-tĂ€gigen Jom-Kippur-Krieg, der am 6. Oktober 1973 begonnen hatte, als eine Allianz arabischer Staaten unter der FĂŒhrung von Ăgypten und Syrien ĂŒberraschend Israel ĂŒberfiel. Damals wurden mehr als 2600 israelische Soldaten getötet und mehr als 7000 verletzt.
Ein tödlicher Drohnenangriff proiranischer Milizen auf US-Soldaten nahe der syrischen Grenze in Jordanien am Sonntag hat neue Ăngste vor einer Ausweitung der Krise im Nahen Osten geschĂŒrt. Bei dem Angriff wurden nach Pentagon-Angaben drei US-Soldaten getötet und mehr als 40 weitere verletzt. US-PrĂ€sident Joe Biden drohte mit Vergeltung.
Blinken warnte vor Versuchen, den Konflikt in Nahost auszunutzen, um weitere InstabilitĂ€t zu sĂ€en. Man werde entschieden auf jede Aggression reagieren. Gleichzeitig betonte Blinken, es sei das Ziel der US-Regierung, eine Eskalation in der Region zu verhindern. "Es ist uns ein Anliegen, beides zu tun: FĂŒr unsere Leute einstehen, wenn sie angegriffen werden, und verhindern, dass der Konflikt wĂ€chst und sich ausbreitet."
Seit Beginn des Gaza-Kriegs zwischen Israel und der islamistischen Hamas im Oktober haben proiranische Milizen fast tĂ€glich Angriffe auf US-MilitĂ€rstĂŒtzpunkte im Irak und in Syrien verĂŒbt. Die US-Regierung hat darauf mit LuftschlĂ€gen in beiden LĂ€ndern reagiert. AuĂerdem greifen die jemenitischen Huthi - aus SolidaritĂ€t mit der Hamas - immer wieder Frachter im Roten Meer an. Als Reaktion darauf hatten die USA und GroĂbritannien mit der UnterstĂŒtzung VerbĂŒndeter MilitĂ€rschlĂ€ge gegen die vom Iran unterstĂŒtzte Miliz im Jemen ausgefĂŒhrt.

