Studie: Strukturwandel macht ErnÀhrungssystem krisenanfÀlliger
29.05.2026 - 09:27:55 | dts-nachrichtenagentur.deGleichzeitig konzentrieren groĂe Industrieunternehmen und Handelskonzerne zunehmend Marktanteile und Macht auf sich. Im Jahr 2022 entfielen 83 Prozent des Sektorumsatzes von 238,5 Milliarden Euro auf nur 795 GroĂunternehmen, die selbst lediglich drei Prozent aller Firmen ausmachten. Die Forscher um Arnim Wiek warnen vor negativen Folgen fĂŒr die Versorgungssicherheit, die Artenvielfalt und die öffentliche Gesundheit. So nehme die VerfĂŒgbarkeit nĂ€hrstoffreicher, handwerklich hergestellter Produkte ab, wĂ€hrend der Anteil industriell verarbeiteter Lebensmittel mit hohem Zucker-, Salz- und Fettgehalt steige.
Die Wissenschaftler bewerten bisherige politische MaĂnahmen als unzureichend und fordern eine stĂ€rkere UnterstĂŒtzung fĂŒr kleine und mittlere Unternehmen sowie Handwerksbetriebe. In ihrer Studie identifizieren sie vier zentrale Handlungsfelder: die BekĂ€mpfung von Problemursachen statt kurzfristiger Projekte, eine bessere Ausrichtung von Förderprogrammen und Regulierung auf kleinere Betriebe sowie eine systematische Erfolgskontrolle von MaĂnahmen.
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