Energie, Immobilien

Linke kritisiert soziale Schieflage des Heizungsgesetzes

27.06.2023 - 15:57:27 | dts-nachrichtenagentur.de

Die Linke hat sich unzufrieden gezeigt hinsichtlich der Einigung der Ampelparteien zur Förderung beim Heizungstausch.

Linken-Parteizentrale - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

Die Kosten für den klimaneutralen Umbau des Wärmesektors dürfe man "nicht auf jene abwälzen, die ohnehin wenig haben", sagte der stellvertretende Parteivorsitzende, Lorenz Gösta Beutin, am Dienstag. "Die nun beschlossenen Nachbesserungen ändern nichts an der sozialen Schieflage des Gesetzes."

Offizielle Angaben zur Förderung gibt es bislang nicht. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge sollen klimafreundliche Heizungen eine Grundförderung von 30 Prozent erhalten, hinzu kommen Boni für Haushalte mit einem Einkommen unter 40.000 Euro und für all jene, die früher als vorgeschrieben auf klimafreundliche Heizmodelle umsteigen. Maximal soll eine Förderung von 70 Prozent möglich sein. Der Linken reicht die Förderung nicht. "Selbst Geringverdienende müssten demnach ein Drittel der Einbaukosten übernehmen. Haushalte mit Durchschnittseinkommen müssten die Hälfte der fünfstelligen Summe selbst tragen", sagte Beutin. Der Bund dürfe sich hier nicht aus der Verantwortung stehlen. "Wir brauchen eine einkommensabhängige Förderung. Wer wenig hat, soll zu hundert Prozent gefördert werden." Auch dürften die Kosten der notwendigen Wärmewende nicht bei den Mietern abgeladen werden, so die Linken-Politikerin. "Die vereinbarte Modernisierungsumlage darf in dieser Form nicht kommen, weil sie die explodierenden Mieten weiter in die Höhe treibt." Laut "Bild" sollen Vermieter die Modernisierungskosten künftig um bis zu zehn Prozent - statt bisher maximal acht Prozent - auf die Miete umlegen können. Zugleich soll die staatliche Förderung so ausgestaltet sein, dass Mieter im Vergleich zur bisherigen Regelung sogar leicht entlastet werden. Außerdem sollen Mieter mit weniger als 40.000 Euro Jahreseinkommen sowie Bürgergeld-Bezieher zusätzliche staatliche Hilfen erhalten können, hieß es.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | wirtschaft | 63813407 |

Weitere Meldungen

SPD erteilt Spahn bei Rückkehr zur Atomkraft Absage Die SPD erteilt Überlegungen von Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) eine klare Absage, Atomkraftwerke in Deutschland zu reaktivieren. (Politik, 16.04.2026 - 08:58) weiterlesen...

Spahn will neue Debatte über Kernenergie Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat sich für eine erneute gesellschaftliche Debatte über die Rückkehr zur Kernenergie und die Reaktivierung der zuletzt abgeschalteten Reaktoren ausgesprochen. (Politik, 16.04.2026 - 07:31) weiterlesen...

Spahn stellt nach Tankrabatt weitere Maßnahmen in Aussicht Unionsfraktionschef Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, über weitere Entlastungsmaßnahmen nachzudenken, sollten die Preise für Öl auch nach Auslaufen des temporären Tankrabatts noch hoch sein. (Politik, 15.04.2026 - 14:17) weiterlesen...

DGB ruft Merz zu Benzingipfel mit Ölkonzernen auf Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) befürchtet, dass die Mineralölkonzerne die geplante Energiesteuersenkung nicht komplett an die Verbraucher weitergeben, und fordert deshalb einen Ölpreisgipfel bei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). (Politik, 15.04.2026 - 06:10) weiterlesen...

17-Cent-Senkung auch bei deutlich sinkenden Spritpreisen Die von der Koalition geplante Senkung der Spritpreise um 17 Cent zum 1. (Politik, 14.04.2026 - 11:56) weiterlesen...

Verdi kritisiert Koalitionsbeschluss zu Krisenprämie Die Gewerkschaft Verdi hat den Beschluss des Koalitionsausschusses zur Möglichkeit einer steuer- und abgabenfreie Entlastungsprämie durch die Arbeitgeber kritisiert."Die geplante steuer- und abgabenfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro davon abhängig zu machen, ob einzelne Arbeitgeber diese gnädigerweise bezahlen oder nicht, ist eine völlig verfehlte Konstruktion", sagte Verdi-Chef Frank Werneke am Montag. (Politik, 13.04.2026 - 13:07) weiterlesen...