Gesellschaft, Umfrage

Umfrage: Viele Ost-Rentner trotz Rentenangleichung unzufrieden

28.06.2023 - 09:29:23

Die meisten ostdeutschen Rentner sind trotz der Angleichung der Rentensysteme zum 1.

Juli 2023 mit der Höhe ihrer Rente unzufrieden. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa im Auftrag der Zeitschrift Superillu und des Deutschen Instituts fĂŒr Altersvorsorge. 81 Prozent aller Ost-Rentner (neue BundeslĂ€nder inkl. Berlin) meinen demnach, die Höhe ihrer Rente sei ihrer Lebensleistung "weniger als angemessen".

16 Prozent zeigen sich zufrieden. Im Westen sind nur 68 Prozent der Rentner mit der Höhe ihrer AltersbezĂŒge unzufrieden. 70 Prozent der Ostdeutschen aller Altersgruppen sind laut der Umfrage der Meinung, die Angleichung der Rentenwerte in Ost und West zum 1. Juli 2023, fast 33 Jahre nach der Wiedervereinigung, komme "zu spĂ€t". Im Westen sehen das 36 Prozent so. Laut Erhebung verfĂŒgen ostdeutsche Rentner neben ihrer staatlichen Rente weit seltener ĂŒber zusĂ€tzliche EinkĂŒnfte. Nur 15 Prozent hĂ€tten eine betriebliche Zusatzversorgung (West: 22 Prozent), nur sieben Prozent hĂ€tten eine private Rentenversicherung (West: acht Prozent). In der nĂ€chsten Generation dĂŒrfte sich die Lage hier allerdings weiter angleichen: So gab es unten den Befragten, die noch im Berufsleben stehen, kaum noch Ost-West-Unterschiede bei der zusĂ€tzlichen Altersvorsorge. 29,6 Prozent aller Ostdeutschen, die noch nicht Rentner sind, gaben demnach an, ĂŒber eine private Rentenversicherung zu verfĂŒgen (West 31,9 Prozent), 29,2 Prozent hĂ€tten zusĂ€tzlich eine betriebliche Altersvorsorge (West 29,4 Prozent). FĂŒr die Umfrage befragte Insa im Zeitraum zwischen dem 6. und 12. Juni 2023 insgesamt 2.000 Personen, je 1.000 in Ost und West, davon 593 Rentner.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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