CNN, Hamas-Kommandeure

'CNN': Hamas-Kommandeure drĂ€ngen Gaza-AnfĂŒhrer zu Deal mit Israel

17.07.2024 - 05:41:53

Die MilitĂ€rbefehlshaber der islamistischen Hamas im Gazastreifen drĂ€ngen einem Medienbericht zufolge nach US-Erkenntnissen ihren AnfĂŒhrer Jihia al-Sinwar zu einem Waffenstillstandsabkommen mit Israel.

Das habe CIA-Direktor Bill Burns auf Basis von US-Geheimdienstinformationen auf einer Unternehmerkonferenz in den USA hinter verschlossenen TĂŒren gesagt, zitierte der US-Sender CNN eine informierte Quelle. Demnach dĂŒrfte sich Al-Sinwar derzeit in Tunneln unter Chan Junis im SĂŒden Gazas versteckt halten.

Al-Sinwar gilt als maßgeblicher Planer des Massakers in Israel vom 7. Oktober. Damals wurden rund 1.200 Israelis getötet und rund 250 Menschen nach Gaza verschleppt. Der TerrorĂŒberfall war Auslöser des Krieges. Al-Sinwar ist fĂŒr die Hamas der wichtigste EntscheidungstrĂ€ger, wenn es darum geht, ein Abkommen zu akzeptieren. Burns sagte der Quelle zufolge, Al-Sinwar sei nicht "besorgt um seine Sterblichkeit". Er stehe aber unter Druck angesichts wachsenden Unmuts seiner Leute ĂŒber das enorme Leid, das der Krieg ĂŒber die PalĂ€stinenser bringe.

Al-Sinwars eigene Befehlshaber wĂŒrden ihren AnfĂŒhrer dazu drĂ€ngen, einem auf dem Tisch liegenden Vorschlag fĂŒr ein Abkommen ĂŒber eine Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln im Austausch gegen palĂ€stinensische HĂ€ftlinge in israelischen GefĂ€ngnissen zuzustimmen, berichtete der Sender. UnabhĂ€ngig ließ sich das nicht ĂŒberprĂŒfen. Die indirekten Verhandlungen ĂŒber ein Abkommen, bei denen die USA, Katar und Ägypten als Vermittler fungieren, sollen in dieser Woche in Doha oder Kairo fortgesetzt werden.

Israels Armee hatte Al-Sinwars Stellvertreter, MilitĂ€rchef Mohammed Deif, am Samstag bei Chan Junis angegriffen. Dutzende Menschen wurden dabei getötet. Ob Deif darunter ist, ist noch unklar. Die Armee hat nach eigenen Angaben inzwischen die HĂ€lfte der FĂŒhrungsriege des militĂ€rischen Hamas-FlĂŒgels getötet. Laut der von der Hamas kontrollierten Gesundheitsbehörde wurden seit Kriegsbeginn bereits insgesamt mehr als 38.700 Menschen getötet. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhĂ€ngig verifizieren.

@ dpa.de