Energie, Kaum

Kaum AntrÀge von Firmen auf HÀrtefallhilfen wegen Energiekosten

22.07.2023 - 01:07:45 | dts-nachrichtenagentur.de

Die mit 750 Millionen Euro ausgestatteten staatlichen HĂ€rtefallhilfen fĂŒr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) werden bisher kaum abgerufen.

GaszÀhler - Foto: ?ber dts Nachrichtenagentur

"Zum Stand 5. Juli 2023 wurden in den LĂ€ndern insgesamt 255 AntrĂ€ge mit einem Antragsvolumen von rund 11,3 Millionen Euro gestellt. FĂŒr 98 AntrĂ€ge wurden Auszahlungen in Höhe von rund 1,64 Millionen Euro vorgenommen", zitiert die "Welt am Sonntag" aus einem Bericht des Bundeswirtschaftsministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestages.

Damit sei bisher nur gut ein Prozent der angesetzten Haushaltsmittel fĂŒr Betriebe mit stark gestiegenen Energiekosten beantragt worden. Die meisten AntrĂ€ge - nĂ€mlich 39 - kamen bundesweit von Restaurants, GaststĂ€tten und Imbissbuden. Aus dem Hotelgewerbe liegen demnach 23 AntrĂ€ge vor, von BĂ€ckereien 14. Aus Sicht des Wirtschaftsministeriums gibt es dafĂŒr zwei GrĂŒnde: die zuletzt positive Entwicklung der Energiepreise auf der einen Seite, wodurch der Bedarf "geringer ausfĂ€llt als ursprĂŒnglich befĂŒrchtet". Auf der anderen Seite seien die Programmkriterien "sehr eng", dadurch bleibe das Programm "erkennbar auf sehr wenige HĂ€rtefĂ€lle beschrĂ€nkt". Beim Zentralverband des Deutschen BĂ€ckereihandwerks wehrt man sich gegen den Eindruck, dass es der Branche besser geht als von ihr dargestellt. Die Situation vieler Betriebe sei "nach wie vor angespannt", sagte der stellvertretende HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer Friedemann Berg der "Welt am Sonntag". Er sieht den Grund fĂŒr die geringen Antragszahlen in den strengen Regeln. "Die Kriterien sind so eng formuliert, dass kaum eine HandwerksbĂ€ckerei als HĂ€rtefall anerkannt wurde oder werden wird", sagte Berg und forderte einen schnelleren und unbĂŒrokratischeren Zugang. Mit den geringen Abrufzahlen wiederholt sich bei MittelstĂ€ndlern, was sich bei einem Ă€hnlichen Programm fĂŒr private Haushalte zeigt. Nach einer Umfrage der "Welt am Sonntag" wurden von den bereitgestellten Brennstoffhilfen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro bislang nur 124,5 Millionen Euro beantragt und 38,4 Millionen Euro ausgezahlt. CDU-Haushaltspolitiker Yannick Bury warnte davor, die fĂŒr HĂ€rtefall- und Brennstoffhilfen nicht benötigten Mittel aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) fĂŒr andere Zwecke zu nutzen. "Es muss klar sein, dass nicht benötigte Schulden nun nicht einfach fĂŒr andere Projekte der Ampel umgewidmet werden dĂŒrfen", sagte Bury.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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