ROUNDUP, Faeser

Faeser verlÀngert feste Grenzkontrollen um drei Monate

15.12.2023 - 15:11:14

Die Mitte Oktober erstmals angeordneten stationÀren Kontrollen an den Grenzen zu Polen, Tschechien und der Schweiz sollen mindestens bis zum 15.

MĂ€rz kommenden Jahres fortgesetzt werden. Um die SchleusungskriminalitĂ€t noch stĂ€rker zu bekĂ€mpfen und irregulĂ€re Migration zu begrenzen, wĂŒrden die Kontrollen weitergefĂŒhrt und seien dementsprechend bei der EuropĂ€ischen Kommission notifiziert worden, teilte das Bundesinnenministerium am Freitag mit.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) sagte: "Unsere Maßnahmen wirken." Durch die vorĂŒbergehenden Grenzkontrollen und mit den Nachbarstaaten eng abgestimmte Maßnahmen sei die Zahl der unerlaubten Einreisen bundesweit um mehr als 60 Prozent von ĂŒber 20 000 im Oktober auf etwa 7300 unerlaubte Einreisen im November zurĂŒckgegangen.

Faeser hatte die Grenzkontrollen seit ihrer EinfĂŒhrung am 16. Oktober mehrfach fĂŒr kĂŒrzere ZeitrĂ€ume verlĂ€ngert. Die bereits im Herbst 2015 begonnenen stationĂ€ren Binnengrenzkontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze laufen aktuell bis zum 11. Mai 2024.

Grenzkontrollen sind innerhalb des Schengen-Raums eigentlich nicht vorgesehen und mĂŒssen in BrĂŒssel gemeldet werden. Handelt es sich um nur wenige Tage, kann dies mit kurzer Frist getan werden. Diese Möglichkeit endet allerdings nach zwei Monaten, im Falle Deutschlands am 15. Dezember.

Die FDP-Innenpolitikerin Ann-Veruschka Jurisch sagte: "Es ist bedauerlich, dass die Grenzkontrollen zur Schweiz bis in den MĂ€rz verlĂ€ngert werden." Die dadurch immer wieder entstehenden Staus und damit einhergehenden Verzögerungen im Grenzverkehr schrĂ€nkten insbesondere Pendler ein, beklagte die Bundestagsabgeordnete, die ihren Wahlkreis in Konstanz hat. Erfolgreicher als die stationĂ€ren Kontrollen an der Grenze seien ohnehin die Kontrollen von deutschen Polizisten auf Schweizer Seite. Dort wĂŒrden die meisten ZurĂŒckweisungen ausgesprochen.

Das EU-Land Slowenien hatte am Donnerstag die ursprĂŒnglich bis zum 22. Dezember geplanten Kontrollen an den Grenzen zu den NachbarlĂ€ndern Ungarn und Kroatien um ein halbes Jahr verlĂ€ngert. BegrĂŒndet wurde dies mit einer andauernden Terrorismus-Gefahr.

@ dpa.de