Stoltenberg, Konfrontation

Stoltenberg hĂ€lt jahrzehntelange Konfrontation mit Moskau fĂŒr möglich

10.02.2024 - 14:33:28

Die Nato muss sich aus Sicht ihres GeneralsekretÀrs Jens Stoltenberg auf die Möglichkeit einer jahrzehntelangen Konfrontation mit Russland vorbereiten.

"Die Nato sucht keinen Krieg mit Russland", sagte Stoltenberg der "Welt am Sonntag". "Aber wir mĂŒssen uns wappnen fĂŒr eine möglicherweise jahrzehntelange Konfrontation." Er rief die VerbĂŒndeten erneut auf, ihre RĂŒstungsindustrie schneller auszubauen.

"Wenn (Russlands PrĂ€sident Wladimir) Putin in der Ukraine gewinnt, gibt es keine Garantie dafĂŒr, dass die russische Aggression sich nicht noch auf andere LĂ€nder ausbreitet", warnte der Norweger. Die beste Verteidigung sei jetzt, die Ukraine zu unterstĂŒtzen und in die militĂ€rischen FĂ€higkeiten der Nato zu investieren. "Abschreckung funktioniert nur, wenn sie glaubwĂŒrdig ist", sagte er.

"Wir mĂŒssen unsere industrielle Basis schneller wiederherstellen und ausbauen, damit wir die Lieferungen an die Ukraine erhöhen und unsere eigenen BestĂ€nde wieder auffĂŒllen können", forderte Stoltenberg. "Das bedeutet, von langsamer Produktion in Zeiten des Friedens zu schneller Produktion, wie sie in Konflikten nötig ist, zu wechseln." Er forderte deshalb mehr und schnellere AuftrĂ€ge fĂŒr Europas RĂŒstungsunternehmen: In Marktwirtschaften brĂ€uchten Waffenhersteller unterschriebene VertrĂ€ge, damit sie ihre Produktion hochfahren, argumentierte Stoltenberg.

Der Nato-GeneralsekretĂ€r mahnte, Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin bereite die Wirtschaft seines Landes auf einen langen Krieg vor. "Weil Russland seine gesamte Wirtschaft auf Krieg ausrichtet, mĂŒssen wir auch mehr fĂŒr unsere Sicherheit tun."

@ dpa.de