BundesratsprÀsidentin, Stillstand

Neue BundesratsprÀsidentin warnt vor politischem Stillstand

22.11.2024 - 10:50:37

Die neue BundesratsprĂ€sidentin Anke Rehlinger hat dazu aufgerufen, auch nach dem Bruch der Ampel-Koalition wichtige politische Vorhaben abzuschließen.

"Ich halte es fĂŒr wichtig, den Eindruck eines Stillstandes bis zur Neubildung einer Bundesregierung erst gar nicht entstehen zu lassen", sagte die saarlĂ€ndische MinisterprĂ€sidentin in ihrer Antrittsrede in der LĂ€nderkammer in Berlin.

Nicht erst seit den jĂŒngsten Wahlen sehe man, dass das Vertrauen in den Staat gelitten habe. "Das spielt politischen KrĂ€ften in die HĂ€nde, deren GeschĂ€ftsmodell nicht aus Lösungen besteht, sondern aus der Angst vor Problemen und VerĂ€nderung. Und die deshalb vor allem ein Interesse am Fortbestand dieser Probleme haben."

FĂŒr die Frage, was jetzt noch angepackt werden könne, gebe es eine gute Richtschnur, sagte Rehlinger. "Das, was alle 16 LĂ€nder hier im Bundesrat oder auch in der MinisterprĂ€sidentenkonferenz beschlossen haben, hat nach meiner EinschĂ€tzung eine gute Grundlage, um noch auf den Weg gebracht zu werden." Die SPD-Politikerin begrĂŒĂŸte es ausdrĂŒcklich, dass es in der vergangenen Woche eine Einigung beim Deutschlandticket gegeben habe.

"Allen verantwortlichen demokratischen KrĂ€ften muss daran gelegen sein, den Fokus aufs Machen zu legen", sagte Rehlinger. "Denn das unterscheidet sie von KrĂ€ften, die Verantwortung in Wirklichkeit gar nicht wollen." Die MinisterprĂ€sidentin sah zwar Verbesserungsbedarf im Zusammenspiel von Bund und LĂ€ndern, sagte aber: "Ersparen wir es uns, institutionelle Schwarzer-Peter-Spiele zu spielen und ziehen wir an einem Strang fĂŒr sachgerechte Lösungen, die den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern helfen."

Die SPD-Politikerin unterstrich die Bedeutung der LĂ€nderkammer. "Es braucht den Bundesrat - auch und gerade in der aktuellen Situation." Er beweise immer wieder, dass die LĂ€nder in der Lage seien, Gemeinsamkeiten zu finden, statt Unterschiede zu suchen.

@ dpa.de