ROUNDUP, Fraktionsspitzen

Fraktionsspitzen ebnen Weg fĂŒr neue EU-Kommission

20.11.2024 - 18:50:22

Die neue EU-Kommission von PrÀsidentin Ursula von der Leyen kann aller Voraussicht nach am 1.

Dezember ihre Arbeit aufnehmen. Die Fraktionsspitzen im EuropĂ€ischen Parlament einigten sich nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in BrĂŒssel darauf, den VorschlĂ€gen fĂŒr die Besetzung der politischen Spitzenposten zuzustimmen. Zu den Details gab es zunĂ€chst keine weiteren Angaben. Eine abschließende Abstimmung im Plenum des Parlaments steht noch aus, die Zustimmung gilt aber als wahrscheinlich.

Die mĂ€chtige EU-Kommission schlĂ€gt als einzige Institution in der EU Gesetze fĂŒr die Staatengemeinschaft vor und ĂŒberwacht die Einhaltung des EU-Rechts. Die EU-Staaten durften fĂŒr die Neuaufstellung der BrĂŒsseler Behörde mindestens eine Kandidatin und einen Kandidaten nominieren. Die deutsche KommissionsprĂ€sidentin von der Leyen war bereits im Juli als Chefin der BrĂŒsseler Behörde wiedergewĂ€hlt worden und hatte das geplante Team fĂŒr ihre zweite Amtszeit im September vorgestellt.

In den vergangenen Wochen waren die designierten Kommissare dann von den zustĂ€ndigen AusschĂŒssen des Europaparlaments angehört worden. Widerstand bildete sich bei den Befragungen der sechs designierten VizeprĂ€sidentinnen und -prĂ€sidenten.

Streit um Besetzung

Streit gab es vor allem um den italienischen KommissaranwĂ€rter Raffaele Fitto. Mit ihm wĂŒrde zum ersten Mal ein Politiker der rechten italienischen Partei Fratelli d'Italia (BrĂŒder Italiens) zu einem der VizeprĂ€sidenten der EU-Kommission ernannt werden. Er sollte Kommissar fĂŒr KohĂ€sion und Reformen werden und wĂ€re damit unter anderem fĂŒr den EuropĂ€ischen Sozialfonds und einen Fonds fĂŒr regionale Entwicklung verantwortlich. Die Sozialisten und Sozialdemokraten (S&D) wollten aber nicht, dass ein rechter Politiker eine herausgehobene Position als VizeprĂ€sident bekommt.

Das Mitte-Rechts-BĂŒndnis EVP weigerte sich wiederum zunĂ€chst, die derzeitige spanische Umweltministerin und Sozialistin Teresa Ribera als Kandidatin zu bestĂ€tigen. Die Sozialistin soll als VizeprĂ€sidentin fĂŒr Wettbewerbspolitik und den grĂŒnen Wandel zustĂ€ndig werden. Konservative und rechte Abgeordnete aus Spanien werfen ihr vor, die Bevölkerung im Oktober nicht rechtzeitig vor den schweren Überschwemmungen in der Region Valencia gewarnt zu haben.

@ dpa.de