Neue US-Zölle gegen Indien wegen Kreml-GeschÀften in Kraft
27.08.2025 - 15:54:05Auf Produkte aus dem sĂŒdasiatischen Land erheben die Vereinigten Staaten seit diesem Mittwoch einen zusĂ€tzlichen Aufschlag in Höhe von 25 Prozent, wie aus einem Dokument im US-Bundesregister hervorgeht. US-PrĂ€sident Donald Trump hatte den Schritt Anfang August angeordnet. Damit verdoppelt sich der unter Trumps Regierung fĂŒr Indien verhĂ€ngte Zollsatz auf 50 Prozent.
Trump will mit den neuen Zöllen die wirtschaftliche Basis des Kremls weiter schwĂ€chen. Indien war im Juni nach China der zweitgröĂte Abnehmer russischer fossiler Brennstoffe. Russland fĂŒhrt seit mehr als drei Jahren einen Angriffskrieg gegen die Ukraine und hĂ€lt seine Kriegsmaschinerie vor allem damit am Laufen, dass es seine Rohstoffe verkauft, vor allem fossile Brennstoffe wie Ăl und Gas.
Russland liefert bislang weiter Ăl an Indien
Nach Darstellung Moskaus hat Trumps AnkĂŒndigung der Zölle ihr Ziel bislang verfehlt. "Wir liefern weiter Treibstoff (an Indien), darunter auch Rohöl und Ălprodukte, Heiz- und HĂŒttenkohle", sagte Russlands 1. Vizeregierungschef Denis Manturow kĂŒrzlich bei einer gemeinsamen russisch-indischen Regierungssitzung. Er sehe zudem Potenzial bei der Erweiterung des Exports von FlĂŒssiggas, fĂŒgte er hinzu.
Erst in der vergangenen Woche besuchte Indiens AuĂenminister Subrahmanyam Jaishankar Moskau und wurde im Kreml von PrĂ€sident Wladimir Putin empfangen. Es gibt zwar Medienberichte, wonach Indien die russischen Ăllieferungen drosseln will. Offiziell betonte Delhi aber mehrfach, dass es seine Rohstoffe weiter von dort beziehen werde, wo es gĂŒnstig sei. Russland muss sein Ăl - auch wegen der westlichen Sanktionen - mit Rabatt verkaufen.
Indien als Handelspartner auch fĂŒr die USA wichtig
Im vergangenen Jahr war Indien einer der wichtigsten Handelspartner der Vereinigten Staaten. Unter den am meisten exportierten GĂŒtern aus den USA nach Indien waren dabei auch Ăl und Gas.

