ROUNDUP, US-Notenbank

Wirtschaftliche AktivitÀt legt leicht zu - Beige Book

17.04.2024 - 20:51:04

Die ökonomische Lage in den USA hat sich nach EinschÀtzung der US-Notenbank Fed zuletzt ein wenig verbessert.

"Zehn von zwölf Distrikte verzeichneten ein leichtes oder bescheidenes Wirtschaftswachstum - gegenĂŒber acht Bezirken im letzten Bericht", heißt es in dem am Mittwoch veröffentlichten Konjunkturbericht (Beige Book). In zwei Distrikten habe es keine VerĂ€nderung der wirtschaftlichen AktivitĂ€t gegeben.

Die privaten Konsumausgaben seien insgesamt kaum gestiegen. Die IndustrieaktivitĂ€t sei etwas zurĂŒckgegangen. Leichte Verbesserungen habe es im Dienstleistungssektor außerhalb der Finanzwirtschaft gegeben. Das BeschĂ€ftigungsniveau habe ein wenig zugenommen.

Die Preise seien mĂ€ĂŸig gestiegen, heißt es in dem Bericht. Die Entwicklung hier sei Ă€hnlich wie im letzten Bericht gewesen. Störungen des Schiffsverkehrs im Roten Meer und der Einsturz der Key Bridge in Baltimore hĂ€tten zwar zu einigen Verzögerungen bei der Verschiffung, aber bisher nicht zu einem allgemeinen Preisanstieg gefĂŒhrt.

Bisher hatte sich der Arbeitsmarkt trotz der Leitzinsanhebungen der US-Notenbank Fed robust gezeigt. Ein starker Arbeitsmarkt verstÀrkt den Lohndruck und erschwert so den Kampf gegen die Inflation. Die zuletzt insgesamt robuste Wirtschaftsentwicklung und die hartnÀckige Inflation haben die Erwartungen auf eine baldige Leitzinssenkung durch die US-Notenbank gedÀmpft.

Auch der Vorsitzende der Fed, Jerome Powell, hatte sich zuletzt in diese Richtung geĂ€ußert. "Die jĂŒngsten Daten haben uns eindeutig keine grĂ¶ĂŸere Zuversicht vermittelt", hatte er am Dienstag in Washington mit Blick auf die jĂŒngsten Inflationsdaten gesagt. Sollte die Inflationsrate dauerhaft höher bleiben, wĂŒrde die Notenbank so lange wie nötig auf eine straffe Geldpolitik setzen, so Powell. Die neuen Zahlen machten deutlich, dass es lĂ€nger als erwartet dauern könnte, bis man zuversichtlich genug sei, um eine Zinswende einzuleiten.

FĂŒr die Umfrage wurden bis zum 8. April Daten erhoben. DurchgefĂŒhrt wurde sie von der regionalen Notenbank von Boston. Es gab kaum Reaktionen an den FinanzmĂ€rkten auf die Veröffentlichung.

@ dpa.de