Ost-LÀnder wollen mehr FachkrÀfte aus dem Ausland
08.11.2024 - 12:39:39Die FachkrĂ€ftesicherung mĂŒsse höchste PrioritĂ€t haben, sagte Sachsen-Anhalts MinisterprĂ€sident Reiner Haseloff (CDU) nach einem Treffen der ostdeutschen Regierungschefs in Berlin. Verbesserungen soll es aus Sicht der LĂ€nder unter anderem im Bereich Visa-Verfahren oder bei der Anerkennung auslĂ€ndischer BerufsabschlĂŒsse geben.
Die ostdeutschen BundeslĂ€nder leiden besonders stark unter dem Geburtenknick. FĂŒr zwei Menschen, die in Rente gehen, rĂŒckt im Moment nur etwa einer nach. Die ostdeutschen LĂ€nder wollen nun mit dem Bund eine FachkrĂ€ftestrategie unter dem Titel "Berufe der Zukunft" erarbeiten. Nötig sei Zuwanderung ĂŒber den Arbeitsmarkt, aber nicht in die Sozialsysteme, betonte Haseloff.
LĂ€nder fordern zĂŒgigen Ausbau von Bahnstrecken
Obendrein drĂ€ngen die Ost-Regierungschefs auf einen zĂŒgigen Ausbau von Bahnstrecken Richtung Osten. Brandenburgs MinisterprĂ€sident Dietmar Woidke (SPD) nannte etwa den Ausbau der Ostbahn in Brandenburg als Beispiel. Die Strecke Berlin-KĂŒstrin und weiter Richtung Polen ist bisher nicht elektrifiziert und auf deutscher Seite zum Teil nur eingleisig. Haseloff betonte ebenfalls, in Richtung des Anschlusses an Osteuropa mĂŒsse mehr getan werden.
Die LĂ€nder bitten den Bund zudem um eine PrĂŒfung, ob sie bei Planungsverfahren stĂ€rker unterstĂŒtzt werden können. Dabei geht es um eine Erhöhung der sogenannten Planungskostenpauschale. Bei der Vorfinanzierung der Planungskosten seien finanzschwĂ€chere LĂ€nder besonders belastet, hieĂ es.

