AOK fordert mehr Einlagerung von Medikamenten
09.11.2024 - 09:24:06 | dts-nachrichtenagentur.de"Wir brauchen fĂŒr alle versorgungsrelevanten Arzneimittel eine entsprechende Mindestlagerhaltung, unabhĂ€ngig von RabattvertrĂ€gen", sagte Bauernfeind. Ob eine Pflicht zur Lagerhaltung ĂŒberhaupt etwas bringt, ist allerdings umstritten. Statt Produktionsanreize zu schaffen, entstĂŒnden unter anderem zusĂ€tzliche Kosten, befĂŒrchten Kritiker. Sanktionen bei einem VerstoĂ gegen die Lagerpflicht seien seitens des Gesetzgebers nicht vorgesehen, heiĂt es beim Bundesgesundheitsministerium. In Frankreich sind die Regeln strenger: Die dortige Behörde fĂŒr Arzneimittelsicherheit ANSM verhĂ€ngte im September Strafzahlungen in Höhe von insgesamt knapp acht Millionen Euro gegen elf Pharmaunternehmen. Der Grund: Sie konnten nur unzureichende LagerbestĂ€nde vorweisen. In Deutschland konnte die Verpflichtung zur Lagerhaltung, die hierzulande seit Ende Juli 2023 gilt, die Situation rund um LieferengpĂ€sse bisher nicht entscheidend entschĂ€rfen. Das zustĂ€ndige Bundesinstitut fĂŒr Arzneimittel und Medizinprodukte fĂŒhrt derzeit 737 gemeldete EngpĂ€sse, im Vorjahr waren es 1.017. ErklĂ€rt das Bundesgesundheitsministerium einen "Versorgungsmangel", dĂŒrfen Medikamente vereinfacht aus dem Ausland importiert werden. Dies gilt derzeit etwa fĂŒr Tamoxifen, fĂŒr Kochsalzlösung oder fĂŒr Impfstoffe gegen das RS-Virus, einen Erreger akuter Atemwegsinfektionen, mit dem sich insbesondere SĂ€uglinge und Kleinkinder anstecken.
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