Dax, Punkte

Dax erstmals ĂŒber 20.000 Punkte

03.12.2024 - 09:43:22 | dpa.de

Die prognostizierte Börsenrally zum Jahresende lĂ€uft. Nachdem der Dax erst Mitte September ĂŒber 19.000 Punkte geklettert war, fĂ€llt nun die nĂ€chste Tausender-Marke.

Der Dax hat erstmals die Marke von 20.000 Punkten geknackt (Symbolbild). - Foto: Arne Dedert/dpa

Die Aussicht auf weiter sinkende Leitzinsen hat den Dax erstmals in seiner Geschichte ĂŒber die runde Marke von 20.000 Punkten katapultiert. Die Jahresendrally trieb den deutschen Leitindex um 0,35 Prozent auf 20.003 Punkte. 

Innerhalb nur eines Jahres ist der Dax damit um rund 3.000 ZĂ€hler gestiegen. Erst Mitte September hatte er die runde Marke von 19.000 Punkten geknackt, Mitte MĂ€rz die von 18.000 - und im Dezember vergangenen Jahres war er ĂŒber 17.000 ZĂ€hler gestiegen. 

Aussicht auf sinkende Zinsen

Die Hoffnung auf weiter sinkende Zinsen in den USA und der Eurozone treibt den Dax seit Monaten in die Höhe. Angesichts der zuletzt deutlich gefallenen Inflation setzen Anleger darauf, dass die Notenbanken die Leitzinsen weiter senken und so die insbesondere in Deutschland lahmende Konjunktur ankurbeln. 

FĂŒr Aktienanleger sind die Aussichten auf sinkende Zinsen gute Nachrichten. Aktien werden gegenĂŒber festverzinslichen Papieren wieder attraktiver. Kredite werden gĂŒnstiger, Unternehmen können sich deshalb leichter finanzieren, Investitionen werden erschwinglicher. 

Kontrast zur mauen Wirtschaftslage

Die Entwicklung an den Börsen steht in Kontrast zur mauen Wirtschaftslage in Deutschland. Allerdings richten sich die Blicke Investoren oft nicht unbedingt auf die aktuelle Lage, sondern auf kĂŒnftige Gewinne. Zudem sind die meisten der 40 im Dax gefĂŒhrten Konzerne international aufgestellt: Deutschland ist also nur ein Markt unter vielen.

Gutes Börsenjahr 2024 

FĂŒr das Börsenjahr 2024 steht mittlerweile ein Gewinn von knapp 19 Prozent zu Buche. Diese starke Jahresbilanz dĂŒrfte weitere KĂ€ufer anlocken, hieß es. Denn es gelte, «den fahrenden Zug nicht gĂ€nzlich zu verpassen». Steigende Kurse zum Jahresausklang sind typisch. An der Börse ist das PhĂ€nomen als «Jahresendrally» bekannt.

RĂŒckenwind fĂŒr die Kurse gab es zuletzt auch von soliden Konjunkturdaten aus China. HĂ€ndler verwiesen zudem auf die aktuelle Haushalts- und Regierungskrise in Frankreich. Investoren könnten daher Anlagen nach Deutschland umschichten. 

Die Wahl von Donald Trump zum neuen US-PrĂ€sidenten Anfang November hatte die FinanzmĂ€rkte zumindest in den USA in Partylaune versetzt. Denn Trump hat Steuersenkungen, weniger Regulierung und hohe Zölle auf Importe versprochen. Davon dĂŒrfte die heimische Wirtschaft profitieren - und internationale Konzerne auch aus Deutschland, die in den USA aktiv sind.

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