DiversitÀt, Firmen

DiversitÀt in Firmen: Auch Spanien kritisiert US-Forderung

01.04.2025 - 17:04:10 | dpa.de

Die Regierung von Donald Trump sorgt im Ausland immer wieder aufs Neue fĂŒr Empörung. Nun auch zunehmend mit einem Vorstoß gegen Programme fĂŒr DiversitĂ€t in europĂ€ischen Unternehmen.

  • US-PrĂ€sident Trump sorgt im Ausland weiter fĂŒr Empörung. - Bild: Uncredited/Pool/AP/dpa
    US-PrĂ€sident Trump sorgt im Ausland weiter fĂŒr Empörung. - Bild: Uncredited/Pool/AP/dpa
  • Spaniens Arbeitsministerin DĂ­az ist Chefin des BĂŒndnisses Sumar, des Juniorpartners der spanischen Koalition. (Archivfoto) - Bild: David Oller/EUROPA PRESS/dpa
    Spaniens Arbeitsministerin DĂ­az ist Chefin des BĂŒndnisses Sumar, des Juniorpartners der spanischen Koalition. (Archivfoto) - Bild: David Oller/EUROPA PRESS/dpa
US-PrĂ€sident Trump sorgt im Ausland weiter fĂŒr Empörung. - Bild: Uncredited/Pool/AP/dpa Spaniens Arbeitsministerin DĂ­az ist Chefin des BĂŒndnisses Sumar, des Juniorpartners der spanischen Koalition. (Archivfoto) - Bild: David Oller/EUROPA PRESS/dpa

Nach Frankreich prangert auch Spanien eine versuchte Einflussnahme der USA zum Stopp der DiversitĂ€tsprogramme europĂ€ischer Unternehmen an. Die Regierung von US-PrĂ€sident Donald Trump fordert nach Medienberichten von Unternehmen, keine Gleichstellungs- und DiversitĂ€tspolitik zu betreiben, damit sie mit den USA zusammenarbeiten dĂŒrfen. Dies sei «ein eklatanter Verstoß gegen die in unserem Land geltende Gesetzgebung», teilte das Arbeitsministerium in Madrid auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa mit. 

Das von Yolanda DĂ­az geleitete Ministerium weist in seiner Stellungnahme darauf hin, dass spanische Unternehmen die Verordnungen zur Gleichstellung und zum Schutz der DiversitĂ€t strikt einhalten mĂŒssen. Man werde keinem Unternehmen eine Umgehung des geltenden Rechtsrahmens gestatten, um GeschĂ€fte in und mit den USA zu betreiben, hieß es. 

Frankreich sprach bereits von einer «inakzeptablen Einmischung»

Zuvor hatte das Ministerium fĂŒr Außenhandel in Paris bereits «eine Einmischung der USA in die Inklusionspolitik französischer Unternehmen wie auch die Drohung ungerechtfertigter Zölle» als «inakzeptabel» zurĂŒckgewiesen. Trump hatte im Januar unter anderem veranlasst, Programme zur «diskriminierenden und illegalen Bevorzugung» in Bundesbehörden zu stoppen. 

Eine klare Stellungnahme der US-Regierung zu diesem Vorstoß gegen DiversitĂ€t in europĂ€ischen Unternehmen liegt bisher nicht vor. Nach verschiedenen Medienberichten ging der Brief der US-Botschaften - der von der französischen Zeitung «Le Figaro» veröffentlicht wurde - unter anderem an Unternehmen in Frankreich, Spanien, Belgien und anderen EU-LĂ€ndern. Welche Unternehmen das sind, ist bisher allerdings nicht bekannt.

Das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin teilte mit, entsprechende Schreiben an deutsche Unternehmen seien dem Ministerium nicht bekannt.

de | wirtschaft | 66972781 |