Umsatz, Handwerk

Umsatz im Handwerk gestiegen

28.09.2023 - 08:30:14

Die rund 568.000 Handwerksunternehmen in Deutschland haben im Jahr 2021 rund 660 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

Damit stieg der Umsatz im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Die Zahl der Handwerksunternehmen nahm gegenĂŒber dem Vorjahr ebenfalls um 1,4 Prozent zu, wĂ€hrend die Zahl der im Handwerk tĂ€tigen Personen um 0,4 Prozent auf rund 5,4 Millionen zurĂŒckging.

Darunter waren 4,1 Millionen sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigte und 650.000 geringfĂŒgig entlohnte BeschĂ€ftigte. Besondere Bedeutung hat das Handwerk im Baugewerbe: Im Jahr 2021 waren gut zwei Drittel (67,7 Prozent) aller Unternehmen dort Handwerksunternehmen. In der Gesamtwirtschaft lag der Anteil der Handwerksunternehmen bei 16,8 Prozent. Insgesamt waren im Handwerk 13,2 Prozent aller sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten in Deutschland tĂ€tig. Der Anteil des Handwerks am Umsatz der Gesamtwirtschaft betrug 8,5 Prozent, das waren 1,0 Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Die weitaus grĂ¶ĂŸte Gewerbegruppe innerhalb des Handwerks bezogen auf die Zahl der Unternehmen, die tĂ€tigen Personen sowie den Umsatz ist das Ausbaugewerbe. Es umfasst nach der Novellierung der Handwerksordnung im Jahr 2020 nur noch zulassungspflichtige Gewerbezweige wie beispielsweise Installation und Heizungsbau, Malerei und Lackiererei, Tischlerei sowie Elektrotechnik. Im Jahr 2021 erwirtschafteten die 224.000 Handwerksunternehmen im Ausbaugewerbe mit 1,5 Millionen tĂ€tigen Personen 187 Milliarden Euro Umsatz. Damit fiel die Zahl der Unternehmen im Ausbaugewerbe um 1,3 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahr, wĂ€hrend die Zahl der tĂ€tigen Personen um 0,1 Prozent stieg und der Umsatz um 2,2 Prozent zunahm. Die einzelnen Gewerbegruppen im Handwerk waren in den Jahren 2020 und 2021 unterschiedlich von den Auswirkungen der Corona-Pandemie beeintrĂ€chtigt. Ein Zeichen hierfĂŒr ist die BeschĂ€ftigungsentwicklung. So nahm die Zahl der tĂ€tigen Personen in den Handwerken fĂŒr den gewerblichen Bedarf und im Kraftfahrzeuggewerbe im Jahr 2021 mit jeweils -1,9 Prozent auf 1,3 Millionen beziehungsweise 574.000 tĂ€tige Personen gegenĂŒber dem Vorjahr am stĂ€rksten ab. Den deutlichsten Zuwachs verzeichneten die Handwerke fĂŒr den privaten Bedarf mit +3,3 Prozent auf 406.000 Personen, hier allerdings verursacht durch die Hinzunahme der Kosmetiker in das zulassungsfreie Handwerk im Zuge der Novellierung der HandwerksĂ€nderung im Jahr 2021. Einen vergleichsweise hohen Zuwachs gab es auch im Bauhauptgewerbe. Hier stieg die Zahl tĂ€tiger Personen um 1,1 Prozent auf 815.000, so das Bundesamt.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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